Das sind eure peinlichsten Momente, weil ihr unerwartet eingeschlafen seid

Im Bus in einer anderen Stadt aufgewacht oder das ganze Konzert verschlafen – ihr habt uns anonym erzählt, welche unangenehmen Situationen ihr erlebt habt, weil ihr unerwartet eingeschlafen seid.

Unerwartet eingeschlafen

Nächste Station: Aufwachen! Foto: Abbie Bernet / Unsplash | CC0

Er ist nicht nur lebenswichtig, sondern für viele auch die gemütlichste Beschäftigung der Welt: der Schlaf. „Das Schlafzimmer sollte der Ort sein, wo wir jede Nacht in den Urlaub gehen“, meint der Schlafforscher und -mediziner Doktor Hans-Günter Weeß in einem Interview.

Was passiert jedoch, wenn wir unfreiwillig in diesen Urlaub verabschiedet werden, weil wir irgendwo unerwartet eingeschlafen sind? Im Zug, auf dem Konzert oder im Klassenzimmer? Wir haben unsere Leser*innen gefragt, was die peinlichsten Momente waren, die sie erlebt haben, weil sie unerwartet eingeschlafen sind. Herausgekommen sind dabei peinliche, gar gefährliche, aber auch lustige Situationen.

Hab ich was verpasst?

„Bin mit jemandem, den ich gerade ein paar Male gedatet hatte, auf ein Festival gefahren. Wir wollten eine bestimmte Band sehen. Als die dann endlich dran war, bin ich nach acht Stunden Bandmarathon einfach in der zweiten Reihe im Stehen eingepennt. Mein Date hat mich den vollen Gig, eineinhalb Stunden lang, von hinten gestützt.“

„Ich war auf einem Konzert und wollte kiffen. Hab mich dann vor Ort bei rauchenden Leuten durchgeschnorrt. Ich musste irgendwann raus, weil mir schlecht wurde. Kurze Zeit später bin ich auf dem Bordstein wach geworden und eine Gruppe von Menschen stand um mich rum. Ich hab über die Hälfte des Konzerts auf dem Bordstein verschlafen.“

Ich bin dann mal weg …

„Nach drei Tagen und 24-Stunden-Schichten bin ich im Auto aufgewacht – auf einem Abschlepplaster auf der Wiese. Ich weiß bis heute nicht, wie ich dahin kam. Und wenn ich ehrlich bin, will ich es auch gar nicht wissen.“

„Im Flixbus (nachts um fünf Uhr von München nach Leipzig) bin ich eine Stunde vor Ankunft eingepennt. Mein Freund war sogar da, um mich abzuholen, fand aber den richtigen Bus nicht, weil Zürich statt München dranstand, also der Startpunkt der Buslinie. Ich schlief oben im Doppeldecker mit zugezogenen Vorhängen und stumm geschaltetem Handy. Eine Stunde später bin ich dann aufgewacht und weiter auf dem Weg nach Berlin gewesen. In Berlin habe ich dann den ersten Flixbus zurück genommen, war, glaube ich, um acht Uhr in Leipzig. Mein Freund kam mich wieder abholen. Diesmal wartete er mit Brötchen und Blumen an der Station.“

„Im ICE laut gepupst.“

„Ich war auf einem sehr langen Flug, schlief ein und wachte händchenhaltend mit meiner Sitznachbarin wieder auf, eine sehr nette ältere Dame. Sie saß überaus entspannt neben mir, ihre Reiselektüre in der einen Hand und meine Hand in der anderen; als ich mich erschrocken entschuldigte, sagte sie nur: ‚Don´t worry darling, you just grabbed my hand while sleeping and I felt you would need someone to hold your hand for a while‘. Die nächsten neun Stunden waren für mich dann eher peinlich.“

Wer schläft, lernt (nicht) dazu …

„Mathelehrerin damals vor versammelter Klasse: ‚Wie kannst du es wagen? Du hast schon eine 6 in Mathe und dann schläfst du auch noch ein!'“

„Auf der Klassenfahrt nach Florenz wurde mir im Bus sehr übel und ich durfte mich in die erste Reihe zu meinem Kunstlehrer sitzen. Die ganze Klasse war damals verschossen in ihn. Ich hatte große Angst, vor ihm zu kotzen, irgendwann schlief ich ein. Als ich eine Stunde später aufwachte, lag mein Kopf auf seiner Schulter und mein Sabber klebte an seinem Hemd.“