Das war euer krassestes Erlebnis auf Drogen

Drogen können gleichzeitig das schönste, aber auch das gefährlichste Gift sein. Wir haben euch gefragt, was ihr mit euren Pulvern, Kräutern, Pillen und Töpfchen so anstellt.

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Foto: frankie cordoba / Unsplash | CC0

Drogen machen abhängig. Drogen erweitern das Bewusstsein. Drogen sind gefährlich. Auf Drogen erlebt man die Umwelt intensiver. Oder? Wie süchtig Drogen machen und wie gefährlich sie für unsere Gesellschaft sind, darüber diskutieren am Mittwoch die Drogenbeauftragten bei ihrer Jahrestagung. Wir nahmen diese Veranstaltung zum Anlass, um euch über eure Erfahrungen mit Drogen zu befragen. Was war euer schlimmstes, schönstes, eindrücklichstes Erlebnis im Zusammenhang mit Drogen aller Art?

Am Mittwoch diskutiert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung mit rund 400 Teilnehmer*innen über das Thema "Sucht in…

Gepostet von ze.tt am Montag, 5. November 2018

Eine Auswahl der anonymen Antworten findet ihr hier:

Was war dein krassestes Erlebnis mit Drogen?

„Keins. Ich hab noch die Drogen genommen.“

„Mein erster LSD-Trip war in einem Rollercoaster-Themenpark. Es war der beste Tag meines Lebens. Fantastisch. Fantastisch. Fantastisch. Eine 235-jährige Zeitreise über alle Kontinente. Der Trip hatte nicht eine negative Note. Es war durch und durch angenehm. Daraus resultierend nehme ich (hoffentlich bis an mein Lebensende) einmal pro Jahr LSD. Und es tut mir im Herzen weh, zu wissen, dass 99 Prozent aller Menschen auf der Erde diese wundervolle Erfahrung niemals machen werden.“

„Mein von Drogen abhängiges Kind.“

„Schmerzbefreiung.“

„Zum ersten Mal im Leben einen Joint geraucht. Dann versucht, mit einer Frau zu schlafen. Bekam keinen hoch, war völlig durchgedreht. Und am nächsten Morgen hatte ich den Geschmack von Scheiße im Mund.“

„Ich hatte einmal so ein hartes Bedürfnis nach Koks, dass ich – nachdem ich meine ganzen Connections erfolglos abgegrast hatte – meine Familienmitglieder anrief und vorsichtig danach fragte. Mein elf Jahre älterer Cousin hat es mir dann besorgt.“

Auf MDMA habe ich mal einfach zwei Stunden durchgeheult.

„Heftiger Verfolgungswahn durch Cannabis.“

„Auf LSD Auto fahren.“

„Bleivergiftung dank gestrecktem Gras. Habe seitdem kein romantisiertes Bild von Graskonsum mehr. Einmal rauchen kann auch gleich echt scheiße sein. Bin dennoch aber umso mehr dafür, dass man Gras legalisiert, damit man wenigstens sauberes Zeug raucht.“

„Bin mal mit ner Pille intus mit dem Fahrrad zum Club gefahren und dachte ganz ernsthaft, ich würde fliegen. Es war wunderschön.“

„Ich hatte einmal bei meinem zweiten Mal Gras richtig schlimme Wahrnehmungseinschränkungen. Ich wusste nicht mehr, was real ist, hab es aber trotzdem mit Mühe und Not noch alleine nach Hause geschafft. Seitdem lasse ich definitiv die Finger von dem Zeug.“

„Dass ich mich jedes mal rechtfertigen muss, warum ich keinen Alkohol trinke. Ich habe eine Autoimmunkrankheit, die durch Alkohol getriggert wird. Ich will damit nicht hausieren gehen, aber 98 Prozent der Menschen können nicht akzeptieren, dass jemand einfach keinen Alkohol trinken möchte.“

Den längsten Sex meines Lebens.

„Ich war auf Dingern und wollte eigentlich bei einem Kumpel nur zur Toilette. Als ich aus der Tür raus war, hatte ich einen kompletten Filmriss. Irgendwann hab ich in meinem Film angefangen, zu hören, wie Schranktüren auf- und zugingen. Dann hat die Mutter des Kumpels mich gesehen, wie ich in ihrer Küche stand und die Schränke auf- und zugemacht habe. Sie hat gefragt, ob alles okay ist und ich hab einfach nur ‚Ja, alles bestens‘ gesagt und bin halb blind und taub weggetorkelt.“

„Alkohol und Gras zusammen ist nie gut, das weiß jeder. Hab mir auf dem Fahrrad beim Heimfahren in die Hose geschissen! Warum…? Keine Ahnung.“

„Ich war einmal so bekifft, dass ich am Klo dachte, die Wände kommen langsam auf mich zu.“

„Mir ist einmal im Club das Koks aus der Tüte auf den Boden gebröselt. Das fand ich so schrecklich, dass ich es vom dreckigen Boden geleckt habe.“

Außerdem auf ze.tt: Wenn du schon Drogen nimmst, dann so


Hol dir hier Hilfe

Bist du drogenabhängig und weißt nicht, an wen du dich wenden kannst? Hier findest du eine Datenbank mit bundesweiten Hilfsangeboten. Möchtest du lieber mit jemandem persönlich sprechen, kannst du zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter: 0800 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 rund um die Uhr jeden Tag kostenlos anrufen.