Das würdet ihr machen, wenn ihr keine Angst hättet

Sich vor etwas zu ängstigen, kann uns bremsen, Wünsche umzusetzen. Wir wollten von euch wissen, was ihr machen würdet, wenn ihr keine Angst davor hättet.

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Und du? Foto: Holly Mandarich / Unsplash | CC0

Der Duden beschreibt Angst als einen „mit Beklemmung, Bedrückung, Erregung einhergehende[n] Gefühlszustand“. Einen Gefühlszustand, den wir angesichts einer Gefahr empfinden. Angst sei ein „undeutliches Gefühl des Bedrohtseins“, heißt es weiter.

Aus der Sicht der Evolution hat Angst allerdings eine überlebenswichtige Bedeutung. Wenn ein Säbelzahntiger aus dem Unterholz trat und wir keine Angst empfunden hätten und uns überlegt hätten, ob wir prüfen sollen, wie weich sein Fell ist, wäre es vermutlich rasch um uns geschehen gewesen. Auch heute spielt diese Form der Angst noch eine wichtige Rolle. Bei einem Spaziergang nahe einer Steilklippe etwa hindert sie uns daran, zu nah am Abgrund zu laufen – aus Angst, hinunterzustürzen.

Angst kann aber auch krank machen. Depressionen, soziale Phobien und generalisierte Angststörungen sind alle Folgen von verschiedener Form von Angst. Sie sind ernstzunehmende Krankheiten und sollten behandelt werden.

Um diese ging es Hannes Leitlein jedoch nicht, als er auf Twitter die Frage „Was würdet ihr machen, wenn ihr keine Angst hättet“ stellte.

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„Es ging mir eher um ein sich Ängstigen vor irgendwas“, sagt er zu ze.tt. Er stelle in jüngster Zeit häufiger ähnliche Fragen. „Ich bin jedesmal überrascht über die vielen Rückmeldungen. So auch diesmal. Die Offenheit finde ich interessant.“ Auch wir haben unsere Leser*innen anonym gefragt, was sie machen würden, wenn sie keine Angst hätten. Hier sind einige der Antworten.

„Wenn ich keine Angst hätte, würde ich aus meinem jetzigen Wohnort wegziehen und die Welt neu erkunden. Ich würde Sachen ausprobieren und versuchen, sowohl beruflich als auch persönlich, die mich glücklich machen. Mit dem, was ich habe, sollte man sehr glücklich sein, und viele sehen es als perfekt an. Es ist aber nur die Fassade. Mein Inneres sehnt sich nach Freiheit und etwas Neuem.“

Ich würde mit meinem Mann ein Kind zeugen. Ich hätte gern ein MÄDCHEN.

„Ich hab ’ne Angststörung, also quasi alles. Aber wenn ich was raussuchen müsste, würde ich meine Sachen packen und alleine verreisen. Das triggert mich am meisten. Außerdem könnte ich endlich berufsbedingt höher stapeln und auch weite, lange Reisen unternehmen. Jep, vermutlich wäre es Verreisen.“

Wenn ich keine Angst hätte, würde ich endlich frei und selbstbestimmt leben.

Und was würde Initiator Hannes Leitlein machen, wenn er keine Angst hätte? „Ein Freund lebt seit Jahren von super wenig Geld, hat nach dem Studium entschieden, noch eine Ausbildung zum Erzieher zu machen. Die Furchtlosigkeit beeindruckt mich.“ Es gebe natürlich auch super viele, die gar nicht anders könnten, als der Angst zu trotzen, wenn sie überleben wollten. „Die Ängste, die ich zu überwinden habe, sind dagegen allesamt natürlich einigermaßen lächerlich“, sagt er.