Deutschland rätselt über die CDU: Was ist #fedidwgugl und wenn ja, wie viele?

Nach dem #Schulzzug der SPD will die CDU nun auch endlich Social-Media-Wahlkampf machen und springt mitten hinein in die Abgründe des Internets.

Vergesst den #schulzzug, jetzt komm ich!
Vergesst den #schulzzug, jetzt komm ich! © THIERRY CHARLIER/AFP/Getty Images

Wenn du „fedidwgugl“ hörst, woran musst du denken?

A. Eine süddeutsche Variante des Guglhupfs
B. Donald Trump betrunken bei Twitter
C. Das letzte Wort einer ertrinkenden Person
D. Der Twitterhashtag, mit dem die CDU Wahlkampf machen will

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Herzlichen Glückwunsch, du hast recht, es ist Antwort D. Unter #fedidwgugl findest du künftig spannende News zum Wahlkampf der CDU. Wir stellen uns das ungefähr so vor: ein Foto von Angela Merkel, die vor Dingen rumsteht. Ein Foto von Merkel, wie sie Hände schüttelt. Ein Foto von Merkel, wie sie Dinge begutachtet. Und so fort. Vielleicht ab und zu mit nem kecken Spruch drauf. Etwas wie Alternativlosigkeit. Positiv. Emotionalisierend. Engaging.

Aber das nur eine Vermutung. Das offizielle Wahlprogramm der CDU wird am 3. Juli vorgestellt, geleakt ist bisher nur die Hauptbotschaft, die es transportieren soll: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.“ #fedidwgugl eben. Tausendmal kreativer als den idiotischen Hashtag, den die SPD sich hat einfallen lassen. #schulzzug? Wer außer Deutsche-Bahn-Mitararbeiter*innen kann sich damit schon identifizieren? #fedidwgugl hingegen lässt Platz für feucht-konservative Träume: Klingt #fedidwgugl nicht ein bisschen nach dem Geräusch von Flugzeugen, die Menschen nach Afghanistan abschieben? Nach dem ausschließlich heterosexuellen Schmatzen zweier sich küssender Menschen im Standesamt? Nach dem Klimpern von Geld in den Kassen derer, die eh schon Geld haben?

Das Internet rastete nach der Verkündung jedenfalls komplett aus. Unter anderem folgende Gemeinheiten musste das arme Social-Media-Team über sich ergehen lassen:

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Eigentlich kann man den mutmaßlich über 60-jährigen Social-Media-Pros der CDU nur auf die Schulter klopfen: Und wenn der Hashtag für Nicht-CDU-Wählende noch so bescheuert klingen mag, immerhin hat er es in die Twitter-Trends geschafft. Er hat meine Chefredakteurin dazu gebracht, mich mit diesem Text zu beauftragen. Man redet über die CDU. Wo ist noch mal der #schulzzug?