Dickpics melden: So könnt ihr Täter innerhalb einer Minute anzeigen

Die Plattform Dickstinction hilft dabei, mit wenigen Klicks eine Anzeige zu erstellen.

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Wer ungewollt ein Dickpic zugeschickt bekommt, kann jetzt in wenigen Schritten eine Anzeige erstellen. Foto: mikoto.raw / Pexels | CC0

Am 13. Mai lief auf ProSieben zur Primetime eine Sondersendung namens Männerwelten – Museum of Masculine Art. Eine Sendung von Joko und Klaas, mit der sie auf ein extrem wichtiges Thema aufmerksam machten: sexuelle Belästigungen und Übergriffe gegen Frauen. Moderatorin Sophie Passmann führte durch die Ausstellung, die mit Schauspielerin Palina Rojinski und ihrer Präsentation zahlreicher Dickpics startete, die sie von unbekannten Männern zugeschickt bekommen hatte.

Damit ist Palina Rojinski nicht allein. In einer Studie des Marktforschungsinstitut YouGov in Großbritannien haben über 40 Prozent der befragten Frauen zwischen 18 und 36 angegeben, dass bereits ungefragt ein Penisbild in ihrem virtuellen Postfach gelandet sei. Ohne jegliche Vorwarnung, einfach out of the blue. Vor allem jüngere Frauen sind betroffen.

Die häufigste Reaktion: ignorieren, Absender blockieren und versuchen, zu vergessen. Aber so leicht ist das mit dem Verdrängen eines unerwünschten Penisbildes nicht. Vor allem, wenn die Bilder Frauen erreichen, die bereits schlimme Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt machen mussten. In diesen Fällen können Dickpics alte Traumata reaktivieren.

Viel zu oft entscheiden sich die betroffene Frauen gegen eine Anzeige. Zu klein ist die Chance, dass der Absender entlarvt wird, zu groß die Scham. Dabei zählt das Versenden von Dickpics zur unaufgeforderten Verbreitung pornographischer Schriften und ist demnach laut Paragraf 184 des Strafgesetzbuchs eine Straftat.

Sieht die betroffene Frau von einer Anzeige ab, kommt der Täter einfach so davon und wird sein nacktes Stück wohl wenig später der nächsten Frau unaufgefordert präsentieren. Und mal ehrlich: Das will wirklich niemand!

Dickpics schnell melden

Es gibt ein Tool, das es euch erleichtert, die Belästigung zur Anzeige zu bringen. Über die Plattform dickstinction.com könnt ihr unkompliziert und schnell einen Absender anzeigen. Und so funktioniert’s:

Gebt das Datum ein, an dem ihr das Dickpic empfangen habt. Ladet einen Screenshot eurer Konversation inklusive Pic hoch. Falls der Absender einen Usernamen hat: Gebt diesen unbedingt an! Tragt dann noch eure persönlichen Daten ein und schon habt ihr eine rechtlich formelle Anzeige erstellt, die ihr online auf der Seite der Polizei hochladen könnt. Oder ihr gebt sie direkt vor Ort in eurer Polizeistelle ab.

Das ganze Verfahren kostet nichts und ihr werdet natürlich über den weiteren Verlauf informiert.

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Das ist wenig Aufwand, mit dem viel erreicht werden kann. Denn jede Belästigung – egal, wie harmlos oder unwichtig sie euch vorkommt – muss ernstgenommen werden. Nur Mut!

Außerdem auf ze.tt: „Antiflirting“ macht sexuelle Übergriffe im Internet sichtbar

Trigger-Warnung: Im Text tauchen Inhalte auf, die Traumata im Bereich sexualisierter Gewalt triggern können.


Artikel von Business Punk.

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