Diese Bilder zeigen das Miteinander von Mensch und Tier in Kambodscha

Obwohl viele Menschen in Kambodscha in ärmlichen Verhältnissen leben, kümmern sie sich liebevoll um Hunde und Katzen. Eine Fotografin erzählt ihre Geschichten.

Wenn man an Kambodscha denkt, ziehen sofort große farbenprächtige Bilder vor dem geistigen Augen vorbei: weite Landschaften, Farben, prächtige Tempel, Ruinen, anmutige Statuen und Teile des Mekongs. Doch der südostasiatische Staat, der am Golf von Thailand liegt, hat auch eine andere Seite. Kambodscha liegt laut Index der menschlichen Entwicklung, einem Wohlstandsindikator für Staaten, auf Platz 143 von 188 Ländern, Armut spielt in dem Staat noch immer eine große Rolle. Auch wenn laut des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Jahr 2016 nur noch 13,5 Prozent der Bewohner*innen unterhalb der Armutsgrenze lebten, ergab eine Studie der Weltbank, dass das Risiko zurück in die Armut zu fallen, hoch ist.

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Die italienische Fotografin Paola Stella reiste vergangenen Winter nach Kambodscha, um das Land und die Kultur kennenzulernen. Dabei legte sie ein besonderes Augenmerk auf die Hunde und Katzen, die dort leben. Ihr fiel auf, wie sehr die Menschen diese Tiere trotz der zum Teil schlechten Lebensumstände schätzen und achten. Das Zusammenleben, das Miteinander von Mensch und den Vierbeinern hat die 40-jährige Fotografin in Bildern festgehalten.

Tiere haben reine Seelen.“ – Paola Stella

Eine Vertrautheit, fast schon eine Gelassenheit ist in ihren Fotografien zu erkennen. Paola erklärt: „Es ist mir sehr wichtig, Geschichten über das Leben mit Hilfe von Fotos zu erzählen. Für mich ist das so was wie Meditieren.“ Sie merkt jedoch an, dass ihr nur wenig streunende Tiere begegnet seien, was aber vor allem daran lag, dass sie nicht in den kleinen Dörfern gewesen sei.

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Ihre Faszination für Tiere wurde ihr vor knapp zwei Jahren, als sie gerade für ein paar Tage allein auf Bali war, bewusst: „Da waren ganz viele Hunde am Strand und ich habe Bilder von ihnen gemacht. Trotz des Trubels waren sie total ruhig und glücklich – und das hat mich auch glücklich gemacht“, erinnert sie sich. Obwohl Tiere in vielen Teilen der Welt unter furchtbaren Umständen leben müssten, erklärt Paola, würden sie trotzdem eine Schönheit ausstrahlen: „Denn Tiere habe reine Seelen.“ Das versucht sie in ihren Fotografien festzuhalten. Sie hofft, dass sie weiterhin durch die Welt reisen kann, um die Geschichten von Katzen und Hunden zu erzählen.


Weitere Arbeiten von Paola findet ihr auf ihrer Webseite, auf Instagram und auf Facebook.