Diese Cartoons zeigen, was Tiere sagen würden, wenn sie sprechen könnten

Katzen halten sich für wunderschön und Vögel hinterfragen ihre Lebensentscheidungen: Der Cartoonblog Lingvistov zeigt die heimlichen Gedanken und Wünsche von Tieren.

Die Katze ist das beliebteste Haustier des Landes, fast 15 Millionen von ihnen leben in deutschen Haushalten. Ihrem Verhalten und Umgang mit ihren Besitzer*innen nach zu urteilen, scheinen sich Katzen dieser Tatsache auch bewusst zu sein. Sie dressieren uns zum absoluten Gehorsam und sind – abgesehen von Hungermomenten – kaum an unserer Existenz interessiert. Wenn sie Lust darauf haben, setzen sie sich mitten auf unser Gesicht, werfen wertvolle Gegenstände vom Tisch oder bewerten mit genervtem Blick offenkundig unser Leben. Zum Glück sehen sie dabei so herzig aus, sodass wir ihnen trotzdem weiterhin anstandslos jeden ihrer Wünsche erfüllen.

Um Katzen geht es zum größten Teil auch auf dem russischen Cartoonblog Lingvistov. Laut den beiden Initiatorinnen Landysh und Asia gehören die Tiere neben Essen und Schlafen zu den wichtigsten Dingen im Leben. Die Illustratorinnen zeichnen Katzen in all ihrer arroganten Liebenswürdigkeit und in allen Lebenslagen. Katzenbesitzer*innen werden wissend nicken.

Ob Katzen wirklich solche Diven sind, als die wir sie oft darstellen, ist naturgemäß nicht belegbar. Wir können weder ihre Gedanken lesen noch die Beweggründe ihres Verhaltens im Detail nachvollziehen. Es macht allerdings Spaß, ihnen das zu unterstellen.

Katzen sind auch nicht die einzigen Opfer der Gedankeninterpretationen von Landysh und Asia. Die beiden ehemaligen Englischstudentinnen haben zu vielen unterschiedlichen Tierarten Ideen, was diese insgeheim denken könnten. So ist ein Krokodil darum besorgt, sein gefährliches Image zu bewahren. Eine Vogeldame fragt sich, ob sie nicht besser Schauspielerin statt Mutter geworden wäre. Und wer sagt eigentlich, dass eine Ratte uns Menschen nicht genauso eklig findet wie wir sie? Neben diesen unausgeprochenen Tiergedanken geben uns die Cartoons manchmal auch witzige Weisheiten mit auf den Weg. In der Galerie oben haben wir euch eine Auswahl zusammengestellt.

Obwohl es ihre Mutter nicht erlaubt hat, wollte Landysh immer schon Illustratorin werden. Sie zeichnete ihre Doodles daher in ihrer Freizeit. „Schon als ich ein kleines Kind war, habe ich immer auf alles gemalt: auf Wände, Decken, auf alles“, sagt sie. Später fing sie an, die Cartoons für ihre Sprachschule zu zeichnen und zu veröffentlichen. Mit Erfolg: Ihre Zeichnungen wurden so beliebt, dass sie heute hauptberuflich Illustratorin ist. Landysh konnte sich ihren Traum erfüllen.