Diese Fotos zeigen das Bangen von Männern bei einer Geburt

Die Fotografin Kirstie Perez möchte zeigen, wie wichtig die Unterstützung der Männer bei einer Geburt ist. Dafür zeigt sie in ihrer Fotoserie Men At Birth die Emotionen der Väter bei der Geburt.

Angestrengt, ernst, unsicher und teils sogar ängstlich. So gucken Männer, während ihre Frauen, Freund*innen, Partner*innen gerade in den Wehen liegen, ein Kind zur Welt bringen. Die US-amerikanische Fotografin Kirstie Perez, die sich auf Geburtsfotografie spezialisiert hat, möchte genau diese Momente von Unsicherheit, Schwäche und Angst in ihrer Fotoserie Men At Birth, also Männer bei der Geburt, festhalten. Es geht der in Dallas, Texas, lebenden Fotografin vor allem darum, zu zeigen, wie wichtig jede Form von Unterstützung bei der Geburt und auch in der darauffolgenden Zeit ist.

„Bei meiner Arbeit geht es mir darum, Frauen zu bestärken. Aber gleichzeitig befürworte ich auch die Unterstützung, die Frauen während dieser verwundbaren Zeit brauchen“, erklärt sie. Mitgefühl, Empathie habe sie dann dazu inspiriert, die Fotoserie, bei der die Väter im Fokus stehen, umzusetzen. Denn diese würden sich bei der Geburt kraftlos, machtlos fühlen. „Allerdings verstehen sie nicht, wie kraftvoll ihre Aufmerksamkeit und ihr Mitgefühl wirklich sind“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Eine Geburt: Wunderschön, aber auch brutal

Die Reihe Men At Birth gebe den Männern die Möglichkeit zu sehen, dass ihre emotionale Anwesenheit für die Frauen, die sie lieben, wesentlich sein könne. „Sie sind nicht unfähig. Sie wurden von der Diskussion und der Verantwortung, die sie wunderbar erfüllen, zu lange ausgeschlossen“, erklärt Kirstie. „Ich möchte so aufzeigen, dass eine Geburt wunderschön, aber zugleich auch brutal ist. Unsere Körper durchleben so viel, um ein Leben zu schaffen und man kann nicht genug betonen, wie wichtig Respekt und ehrliche Unterstützung dabei sind. Jede Form von Unterstützung. Emotional, psychisch, physisch, spirituell … Am Ende des Tages gehen wir mit unseren Babys nach Hause und wenn wir nicht unterstützt werden, kann postpartale Depression alle Beteiligten treffen. Besonders unsere Kinder. Wir sind alle füreinander verantwortlich“, führt die Fotografin ihr Anliegen aus.

Kirstie hofft, dass die Menschen, die ihre Bilder sehen, erkennen, wie wichtig Unterstützung bei der Geburt für das emotionale und psychologische Wohlbefinden der schwangeren Person ist. Sie erklärt: „Geburt ist viel mehr als ein physischer Aspekt, wenn man ein Kind gebärt. Eine bewusste Umgebung ist eine sichere Umgebung.“

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Weitere Arbeiten von Kirstie Perez findet ihr auf ihrer Website, auf Instagram und auf Facebook.