Diese Frauen brechen mit dem Klischee der „Crazy Old Cat Lady“

Die Fotografin Marie Claire hatte das Klischee der alleinstehenden, einsamen Cat Lady satt und fotografierte deshalb über 300 Frauen mit ihren Katzen, die das Gegenteil beweisen.

Eines Tages allein in der eigenen Wohnung zu sterben und von der Katze gefressen zu werden, von dieser Angst sprach bereits Miranda in der TV-Show Sex and the City. Das Klischee der Crazy old Cat Lady geht bis zu Eleanor Abernathy, die bei den Simpsons mit Katzen um sich wirft. Zusammen mit anderen sexistischen Stereotypen wird es vor allem Singlefrauen zum Teil bis heute zugeschrieben.

Das urbandictionary führt diese Beschreibung: „Eine alte Frau, die normalerweise mit ihren Hunderten von Katzen von der Gesellschaft getrennt lebt. Weil sie gezwungen ist, ihr gesamtes Sozialversicherungsgeld für ihre Katzen zu verwenden, isst sie nur Katzenfutter und trinkt nur Milch. Normalerweise hat sie das Bedürfnis, jede einzelne ihrer Katzen mit lustigen Namen zu benennen und besitzt die unheimliche Fähigkeit, zu erkennen, welche Katze welche ist.“

Genug von Klischees

Die in Brooklyn wohnende Fotografin Marie Claire hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit dem Klischee der Cat Lady zu brechen. Sie fotografierte über 300 Frauen für ihr Projekt Girls and their cats. Dazu sagt sie: „Ich wollte, dass die Welt Katzenbesitzerinnen so sieht, wie ich sie sehe: als coole, interessante, fürsorgliche Frauen, die ihre Katzen wirklich lieben. Ich habe es satt, dass Frauen aufgrund ihrer Entscheidungen verallgemeinert und in eine Schublade geschoben werden.“⁠ ⁠

Ich wollte, dass die Welt Katzenbesitzerinnen so sieht, wie ich sie sehe.

Marie Claire

 

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Am 20. August erscheint nun ihr gleichnamiger Bildband mit ausgewählten Fotos von Katzenbesitzerinnen und ihren Geschichten. Die Frauen auf den Bildern sind Künstlerinnen, Aktivistinnen, Autorinnen oder Entrepreneurinnen.

Ich habe es satt, dass Frauen aufgrund ihrer Entscheidungen verallgemeinert und in eine Schublade geschoben werden.

Marie Claire

Die negative Assoziation von Frauen und Katzen reicht übrigens bis ins 13. Jahrhundert zurück. Als Frauen verfolgt und als Hexen dargestellt wurden, betrachtete man auch die schwarzen Katzen als dämonisch. Mit dem Projekt macht die Künstlerin nun ein für alle mal klar, dass das sexistische Klischee der Cat Lady längst überkommen ist.

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