Diese Geschichte zeigt, warum wir öfter einfach mal fremden Menschen zuhören sollten

„Mann muss nicht barfuß und Kumbaya singend durch die Gegend laufen, um Großes zu bewirken“, sagt Leona Sephera. Auf Twitter teilte sie eine Geschichte, die zeigt, dass es manchmal nur Kleinigkeiten sind, die unser Zusammenleben verbessern können.

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Nimm dir Zeit und hör zu. Foto: Damir Bosnjak / Unsplash | CC0

Manchmal reicht eine kleine Geste, um sich und anderen den Tag zu versüßen: ein Kompliment, ein Lächeln, eine kleine Spende oder sich einfach nur etwas Zeit für eine*n Fremde*n nehmen. Besonders Letzteres ist vermutlich selten geworden. Lieber noch mal schnell das Smartphone checken. Vielleicht rührt die Geschichte, die Twitter-Userin Leona Sephera auf ihrem Profil teilte, deshalb so viele Menschen.

 

In ihr berichtet sie von der Begegnung mit einer älteren Dame – die so alltäglich ist, dass sie banal sein könnte. Zwei Frauen begegnen sich im Café und kommen ins Gespräch. Was dahinter steckt, erzählt aber so viel mehr: „Ich war im Baumarkt und wollte nur schnell was besorgen. Eigentlich war ich total im Stress. Dann dachte ich beim Rausgehen, jetzt nimmst du dir etwas Zeit für dich und trinkst hier noch einen Kaffee,“ erzählt Leona im Interview mit ze.tt.

Das zum Baumarkt gehörende Café sei komplett leer gewesen, deshalb habe es sie so verwundert, dass die ältere Dame sich zu ihr setzen wollte. „Ich hatte das Gefühl, sie würde gerne reden, traut sich aber nicht. Also habe ich sie angesprochen.“

Große Kleinigkeiten

Das Gespräch, das folgte, war für die 42-Jährige eigentlich keine große Sache: „Man muss nicht barfuß und Kumbaya singend durch die Gegend laufen, um Großes zu bewirken. Ich finde, mit kleinen Gesten kann jeder viel bewirken in seinem Umfeld. Wir vergessen nur all zu oft, wie wichtig das ist.“ Umso mehr überraschten sie die zahlreichen Kommentare auf Twitter darauf: „Ich bin etwas geplättet über so viele Reaktionen auf diesen kleinen Ausschnitt meines Lebens.“

Ihre Reaktion hat mich einerseits total happy gemacht, andererseits aber auch sehr traurig, weil ich realisiert habe, wie einsam manche Menschen sind.

Leona Sephera

Besonders berührt habe sie die Freude der älteren Dame. „Sie hat sich tausendmal bedankt, dabei habe ich ja gar nichts wirklich getan, außer zugehört“, sagt Leona. „Ihre Reaktion hat mich einerseits total happy gemacht, andererseits aber auch sehr traurig, weil ich realisiert habe, wie einsam manche Menschen sind.“ Es werde heute so viel über große Dinge geredet und sich ständig aufgeregt – wie viel solche Kleinigkeiten bewegen könnten, hätten aber viele von uns völlig vergessen.

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