Diese Illustrationen stellen Geschlechterstereotype auf den Kopf

Illustratorin Sara Andreasson lässt in ihrer Kunst die vermeintlichen Grenzen zwischen den Geschlechtern verschwimmen. Die Arbeit der Schwedin ist international gefragt.

Die schwedische Illustratorin Sara Andreasson hat keine Lust mehr, die immer gleichen stereotypen Bilder von Männern und Frauen zu sehen. Darum verwendet sie Referenzbilder von Männern, wenn sie Frauen zeichnet und andersherum.

Andreasson spielt in ihren Illustrationen mit klassisch männlich oder weiblichen Zuschreibungen und sprengt damit immer wieder Rollenbilder und Klischees. Vor Hintergründen in Bonbonfarben zeigt sie Frauen mit muskulösen Gliedern und Körperbehaarung, die selbstsicher, fast schon überheblich auf die Betrachtenden herabschauen, und Männer mit weichen Gesichtszügen und hohen Schuhen.

Psychedelisch, feministisch

Dabei benutzt die Schwedin intensive Farben und psychedelische Muster, die an die 70er-Jahre erinnern. Ihre Illustrationen setzen sich häufig mit Tabuthemen wie weiblicher Sexualität, Fetischen und Vandalismus auseinander. Aber auch Freundschaften zwischen Frauen und der Mut, sich nicht zu verstellen, spielen in Andreassons Arbeiten eine Rolle. Die Künstlerin stellt die Betrachtenden vor die Frage, wozu es Geschlechterrollen überhaupt braucht.

Mit ihren feministischen Arbeiten begeistert Andreasson nicht nur ihre fast 70.000 Instagramfollower*innen. Ihre Illustrationen waren bereits in der New York Times, der BBC und dem Guardian zu sehen.

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