Diese Illustrationen zeigen das Elend des Erwachsenseins

Wäsche waschen, E-Mails beantworten, der Versuch, sich gesund zu ernähren oder seinen Koffer auszupacken: Die Künstlerin Clare Kayden Hines zeigt die wahren Herausforderung des Erwachsenenlebens.

Wer durch Clare Kayden Hines Instagram-Account scrollt, findet sich vermutlich in vielen Szenarien wieder: das schlechte Gewissen, den Freund*innen bis heute nicht geantwortet zu haben, das Gefühl, innerlich tot bei der Arbeit zu sitzen oder fehlende Selbstkontrolle, wenn es um Parmesan geht. Hines ist eine Künstlerin aus Kalifornien, die ihre Beobachtungen über verrückte, seltsame Szenarien des Alltags in Form von bunten Comics wiedergibt.

Sie illustriert Situationen aus ihrem eigenen Leben in Form ihres Alter Egos Kayden Hines: „Ich begann Kayden zu illustrieren, als sie verschiedene unangenehme, lächerliche, alltägliche und frustrierende Lebensszenarien durchging. Unser ständiges Kämpfen mit uns selbst, um funktionierende Menschen zu sein, ist auf eine Art total lustig“, sagte die Künstlerin boredpanda. „Manchmal sind es die alltäglichen Dinge, bei denen es sich anfühlt, als seien sie am schwersten zu überwinden: wie ein Waschbecken voll schmutzigem Geschirr anzuschauen.“

Mein Ziel ist es, dass sich die Menschen weniger allein fühlen, wenn sie sich selbst in meinen Beiträgen sehen.

Claire Hines

Hines arbeitete jahrelang in der TV-Branche, dann in einem Technologie-Unternehmen. Doch in ihr wuchs das Gefühl, dass sie ihre Kreativität im Job nicht ausleben könne. Im vergangenen Jahr kündigte sie schließlich und arbeitet nun an dem Buch Millenial Malais sowie an einem gleichnamigen Drehbuch und Podcast, in denen es ebenfalls um das Gefühl der Verlorenheit im eigenen Job gehen soll.

Ihren Weg in die Unabhängigkeit inklusive Selbstzweifel und Herausforderungen dokumentiert sie mit viel Selbstironie. „Ich liebe es, mich mit Menschen zu verbinden, indem ich meine irrsinnigen Gedanken und Beobachtungen mit der Welt teile. Es öffnet die Tür für Menschen, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen“, sagte Hines dem Blog kween. „Mein Ziel ist es, dass sich die Leute weniger alleine fühlen, wenn sie sich selbst in meinen Beiträgen sehen. Ich hoffe auch, andere inspirieren zu können, die sich kreativ erdrückt fühlen, einfach nur dafür zu sorgen, Sachen zu machen und sich selbst dort hinzustellen und zu sehen, was passiert.“