Diese merkwürdigen Bewerbungsfragen wurden wirklich so gestellt

Um herauszufinden, wie ihr so drauf seid, denken sich Arbeitgeber*innen manchmal die komischsten Fragen fürs Jobinterview aus. Diese 20 wurden tatsächlich schon gestellt.

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"Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit auf außerirdisches Leben stößt?" Foto: Christina Wocintechchat / Unsplash | CC0

„Was sind Ihre Stärken, was Ihre Schwächen?“, ist eine vermeintliche Standardfrage im Bewerbungsgespräch. Wir haben sie uns selbst zur Vorbereitung schon viel zu oft gestellt und die perfekten Antworten zurechtgelegt. Gerade deswegen ist sie für Personaler*innen längst Zeitverschwendung. Sie hören von den Bewerber*innen daraufhin doch nur glattpoliertes Gesäusel. Deswegen gehen manche Unternehmen wesentlich subtiler vor.

Einer Analyse der Recruiting-Plattform Glassdoor zufolge stellen sie lieber Fragen, die erst mal ungewöhnlich wirken, im Kern aber mitunter die alte Stärken-Schwäche abfragen. Schließlich geht es ja darum, herauszufinden, wer da vor ihnen sitzt und wie gut diese Person ins Unternehmen und jeweilige Team passt.

„Was wäre der Titel Ihrer Autobiografie?“

Auf Glassdoor teilen User*innen konkrete Fragen, die sie in Vorstellungsgesprächen beantworten mussten. Aus insgesamt 8.000 Interviewfragen hat die Plattform 20 Stück herausgesucht und veröffentlicht:

  • Was wäre der Titel Ihrer Autobiografie? (​Boston Consulting​)
  • Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie und warum? (​Stollwerck​)
  • Arbeiten Sie, um zu leben, oder leben Sie, um zu arbeiten? (​Veeva Systems​)
  • Halten Sie Ihren Job für eine Kunst oder eine Wissenschaft? (​Contentful)​
  • Mit welchen Spielzeugen haben Sie als Kind gespielt? (​Fele​)
  • Was wäre ein Grund, aus dem wir Sie nicht nehmen sollten? (Bertelsmann)​
  • Was würde Ihr*e Freund*in an Ihnen ändern wollen? (​Agap2​)
  • Wo sehen Sie sich in 30 Jahren? (Airbus)
  • Welchen Rat würden Sie ihrem 15-jährigen Ich geben? (Hays)
  • Was wäre Ihr Traumjob, wenn Sie irgendeinen aussuchen könnten? (PwC)

Die Fragen solltet ihr euch zur Vorbereitung aufs nächste Vorstellungsgespräch gut anschauen. Nicht, um euch möglichst gefällige Antworten zurechtzulegen, sondern um eure Improvisationsfähigkeit zu schulen. Lasst euch darauf ein, seid offen, kreativ und natürlich, verfallt aber nicht in allzu private Plauderlaune.

Auch die merkwürdigsten Fragen verfolgen einen Zweck

Und jetzt kommen die richtig bizarren Fragen:

  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit auf außerirdisches Leben stößt? (AppNexus)
  • Wie viele Grad liegen zwischen dem Minuten- und Stundenzeiger, wenn es 15.15 Uhr ist? (Altran)
  • Wie viel Umsatz wird in Japan jährlich mit wiederverwendbaren Stäbchen gemacht? (Bain & Company)
  • Wie viele Schmuckstücke liegen am Strand von Nizza vergraben? (Deloitte)
  • Wie können Sie bei geschlossener Tür testen, ob ein automatisches Licht im Bad tatsächlich ausgeht? (​Daimler)
  • Was ist wichtiger? Dissens oder Konsens? (​BMW​)
  • Würden Sie sich als spontan und humorvoll einschätzen? (Antwort: „Ja“) Dann erzählen Sie doch mal einen Witz. (​JAM! Reisen​)
  • Was würden Sie tun, wenn Sie vor dem Kino versetzt werden, aber schon die Tickets gekauft haben? (​BMW​)
  • Wenn Sie an einem freien Tag Fehler am Produkt entdecken, würden Sie den Chef anrufen? (Asana Rebel​)
  • Was ist das Verrückteste, das Sie jemals gemacht haben? (​EF Education First​)

Für alle, die bei den Schätzfragen ein stummes „What the fuck!?“ von sich geben, gibt es von Glassdoor Entwarnung. Es gehe hier nicht um eine richtige oder falsche Antwort. Die Fragen wollen aus euch herauskitzeln, mit welchen Denkprozessen ihr schrittweise zu einem Ergebnis kommt. Viel Erfolg!

Außerdem auf ze.tt: So unterschiedlich arbeiten Menschen weltweit


Dieser Artikel ist zuerst auf Business Punk erschienen.

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