Diese Opfer haben eure Eltern für euch gebracht

Soziale Kontakte, Freizeit oder die Ehe: Wir wollten von euch wissen, was Eltern getan haben, um euch ein besseres Leben zu ermöglichen. Das habt ihr uns geantwortet.

Familie: Diese Opfer bringen Eltern für ihre Kinder

Ihr habt uns geschrieben, was eure Eltern für euch getan haben. Foto: Unsplash | CC0

Manchmal ist uns gar nicht so bewusst, was unsere Eltern eigentlich alles für uns in Kauf nehmen, um uns ein besseres Leben zu ermöglichen – unabhängig davon, ob wir das wollen oder nicht. Deshalb wollten wir von euch wissen, welche Opfer eure Eltern für euch gebracht haben.

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Gepostet von ze.tt am Donnerstag, 21. Juni 2018

Heimat

„Meine Mutter hat Land und Familie verlassen, um mir eine bessere Zukunft ohne Diskriminierung zu ermöglichen.“

Soziale Kontakte

„Meine Mutter hat heute keine Freundinnen. Mir ist das nicht aufgefallen, bis ich erwachsen war. Da habe ich gemerkt, dass sie ihre eigenen Sozialkontakte komplett vernachlässigt hat, um Zeit für uns Kinder zu haben. Mein Vater hat sich aber immer Freiheiten genommen und war mal in der Kneipe oder so.“

Ehe

„Meine Geburt und meine gesundheitlich schwierige Kindheit haben der Ehe meiner Eltern den letzten Rest gegeben. Anstatt an der Ehe zu arbeiten, hat meine Mutter alle Energien für mich aufgewendet. Ob ich ihr für dieses Opfer dankbar bin, weiß ich allerdings nicht.“

Sie sind zusammen geblieben.“

Verzicht

„Meine Mum hat zehn Jahre nur für mich und meine Bedürfnisse gelebt. Keine Freizeit, keine neue Kleidung. Manchmal, wenn das Geld knapp war, hat sie trotzdem meine Wünsche erfüllt und aß dafür tagelang nichts.“

„Sie haben selbst sehr viel gespart, damit ich es besser haben konnte und in der Schule nicht aufgefallen ist, dass wir nicht sooo viel Geld hatten, wie die anderen.“

„Sie haben in meiner Kindheit auf eigene Aktivitäten verzichtet, um das Geld für Dinge auszugeben, die ich machen wollte: Schwimmkurs, Ballett tanzen, Musikinstrument spielen, etc.“

Freizeit

„Um bei der Scheidung von meinem Vater das Verhältnis zu ihm nicht eskalieren zu lassen, hat meine Mutter ihn nicht auf Unterhalt verklagt, sondern hat ihre Lebensversicherung aufgelöst, ist ausgezogen, hat meinem Bruder und mir je ein Zimmer eingerichtet, hat parallel als Krankenschwester im Krankenhaus und abends und am Wochenende in der ambulanten Pflege gearbeitet. Zeitweise ist sie auch putzen gegangen. Sie hat sich weiterhin wöchentlich mit unserem Vater auseinandergesetzt, obwohl sie eine schlechte Ehe mit ihm geführt hatte, damit wir Kinder mit einem Vater und einer Mutter aufwachsen konnten und ein echtes, geteiltes Sorgerecht praktiziert werden konnte. Das hat sie zehn Jahre lang durchgezogen, bis wir auf eigenen Füßen standen.“

„Meine Mutter wurde von unserem Vater verlassen, als meine Geschwister und ich sehr jung waren. Seitdem hat sie unermüdlich immer gekämpft, um unserer kleinen Familie einen hohen Lebensstandard zu sichern. Ich habe nie realisiert, wie viel sie investiert hat, bis sie irgendwann wegen Burn-out in eine Reha musste. Meine Mutter hat all ihre Kräfte geopfert, damit es ihren Kindern gut geht. Ein Opfer, für das ich sehr dankbar bin.“