Dieser 11-Jährige unterstützt Obdachlose – und hat eine Botschaft an andere Kinder

Jahkil Jackson verteilt sogenannte Blessing Bags an Menschen ohne Zuhause. Schon im Alter von fünf Jahren machte er sich für soziale Arbeit und Hilfsbereitschaft stark.

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Jahkil Jackson verteilt Überlebenspakete an obdachlose Menschen. Screenshot: NotThisNews

„Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr da draußen auf den Straßen schlafen würdet?“, fragt Jahkil Jackson mit ernster Miene in die Kamera der amerikanischen News-Plattform NowThis. Jahkils Erfolgsgeschichte begann, als er gerade erst fünf Jahre alt war. Zusammen mit seiner Tante und seinen Cousins*Cousinen verteilte der junge US-Amerikaner Essen und Trinken in sogenannten Blessing Bags an Obdachlose in Chicago.

Jahkils Großmutter war schon damals eine seiner größten Unterstützer*innen: Für sie bedeutet die soziale Arbeit nämlich den Kampf gegen all das Schlechte in der Welt. Im Video von NowThis appelliert sie an Eltern, dass diese stärkere Vorbilder sein sollten, indem sie ihren Kindern bei karitativen Projekten unter die Arme greifen und sie unterstützen.

Jahkil verteilt Hilfspakete an sozialen Brennpunkten

Doch die Jacksons wollten schon immer mehr tun als nur warme Mahlzeiten ausgeben. Deshalb steckte Jahkil neben Snacks und Wasserflaschen auch Socken, Zahnbürsten, Handtücher, Hygieneartikel und andere Dinge für den täglichen Lebensbedarf in seine Blessing Bags. Sogar Adressen von Obdachlosenheimen und Ärzt*innen finden sich in den Beuteln.

Unter dem Titel Project I Am versucht Jahkil mittlerweile, Menschen in seinem Alter für den guten Zweck zu gewinnen. Dafür setzt er sich jedes Jahr ein neues Ziel, welches er in der Regel nicht nur erreicht, sondern sogar übertrifft.

So hat sich seine Aktion, die mit 1.000 Hilfspaketen begann, in den letzten zwei Jahren zu einem Projekt mit beeindruckender Reichweite entwickelt. Aus geplanten 5.000 Tüten wurden 2017 sogar 6.000, welche Jahkil an sozialen Brennpunkten in Chicago verteilte. 2019 möchte er mindestens 15.000 Blessing Bags abgeben.

Über die Grenzen hinaus

Gemeinsam mit Freund*innen und Familie hat er das Projekt bereits über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus bekannt gemacht: Auf US-amerikanischem Boden werden seine Überlebens-Kits auch in Los Angeles, Washington D.C., Atlanta, Virginia und Idaho verteilt. Darüber hinaus konnten die Blessing Bags bereits Waisenkindern in Swasiland, Vulkanopfern in Guatemala und Hurricane-Überlebenden in Florida, Puerto Rico und Houston helfen.

Im Winter 2017 wurde Jahkil Mitglied des WE International Youth Council, einer globale Plattform, die jungen Aktivist*innen eine Stimme gibt. Im Rahmen der Organisation hielt Jahkil bereits mehrere inspirierende Reden.

Man sollte Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte.

Jahkil Jackson

In Zukunft will er noch mehr Kinder und Jugendliche dazu motivieren, in ihren Bezirken und Gemeinden aktiv zu werden. Um die Welt ein Stückchen besser zu machen, möchte Jahkil mit anderen Institutionen und Organisationen Kollaborationen eingehen. Dafür fragt er öffentlich fortlaufend finanzielle Unterstützung an.

Obama ist ein Fan von Jahkils Engagement

Sogar der US-amerikanische Ex-Präsident Barack Obama wurde 2017 auf Jahkils Engagement aufmerksam und zitierte den Jungen in seinem Tweet über die drei einflussreichsten Personen des Jahres. Zwei Monate später lud er den damals Achtjährigen sogar zu sich nach Washington ein. Mittlerweile hat Jahkil so viel Aufmerksamkeit für seine Arbeit generiert, dass er in Kampagnen von großen Marken wie Disney und Nike oder von Persönlichkeiten wie Lebron James auftritt.

Neben der sozialen Arbeit tanzt der 11-Jährige gern Stepptanz und überzeugt beim Basketball. Auch seinen Traum von einer eigenen Basketball-Schule hat er noch nicht aufgegeben. Und doch ist es vor allem sein selbstloser Einsatz auf der Straße, der ihn zum Vorbild macht. Die Motivation und Überzeugung des 11-Jährigen klingen dabei so simpel wie bemerkenswert : „Man sollte Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte“, erklärt er.