Dieser 19-Jährige täuschte auf Instagram vor, reich zu sein – und niemandem fiel es auf

Ein YouTuber photoshoppte sich auf Instagram reich. So gut wie niemand merkte etwas von seinem Betrug. Stattdessen bekam er viel mehr Likes und die Zahl der Follower*innen stieg rasant.

Ein YouTuber photoshoppt sich auf Instagram reich und niemandem fällt es auf. Stattdessen bekommt er viel mehr Likes und neue Follower*innen.

From rags to riches Screenshots: byron / YouTube

Der fancy Kurzurlaub im Privatjet, die legendäre Night-out mit den Besties und flaschenweise teurem Champagner, das teure Designer*innen-Handtäschchen und die neusten Markenklamotten: Auf Instagram zeigen erfolgreiche Influencer*innen ihrer Followerschaft gerne, was sie haben und welch kostspieligen Lifestyle sie führen. Im Gegenzug bekommen sie unzählige Likes, zig Kommentare und neue Follower*innen en masse. Auch der Londoner YouTuber Byron ist auf der Foto-Plattform Instagram unterwegs und teilt sein Leben dort mit anderen. Privatjet, Schampus und Co. kann der 19-Jährige sich jedoch nicht leisten: Er lebe ein„student life“, wie er in seinen Videos erklärt.

Normalerweise beschäftigt sich Byron auf seinem YouTube-Kanal mit Themen wie Promis, queerem Leben oder Mode. Doch um herauszufinden, ob Menschen, die ihren Reichtum auf Instagram präsentieren, mehr Likes absahnen, wagte Byron ein Experiment: Eine Woche lang fakte er seine Instagram-Posts mit Photoshop und wurde selbst zu einem der Rich Kids, die mit teuren Marken und Accessoires auf Instagram protzen. In einem Video dokumentierte er seine Woche und hielt die Reichweite seiner gephotoshoppten Postings fest.

Fake It Until You Make It

Das erste Foto, welches Byron Ende Januar 2019 hochlud, zeigt den Influencer vor dem Schaufenster eines Louis Vuitton-Geschäfts, in den Händen zwei prall gefüllte Einkaufstaschen des französischen Luxuslabels, bei dem eine simple Geldbörse schon mal gerne 335 Euro kostet. Der Clou: Die Einkaufstaschen hatte Byron nie wirklich in der Hand. Er schnitt sie einfach aus einem Foto von Jaden Smith, dem Sohn des US-Schauspielers Will Smith, aus und photoshoppte sie in sein Foto. Das Foto hatte laut Byron innerhalb von 30 Minuten schon deutlich mehr Likes als sein üblicher Content.

In den folgenden Tagen setzte Byron vor allem auf teure Marken: Ein schnödes, schwarzes T-Shirt wird dank Photoshop zum teuren Markenprodukt des Modelabels Balenciaga, für das Kund*innen gerne mal fast 400 Euro pro Shirt auf die Ladentheke legen. Seinen Follower*innen fiel der Fake offenbar nicht auf: Sie likten sich die Finger wund und kommentierten fleißig unter den neuen Fotos, die Byron als vermeintlich reichen Schnösel zeigen. Doch das reichte dem Londoner YouTuber noch nicht: Am nächsten Tag ging er noch einen Schritt weiter und photoshoppte sich kurzerhand in einen Privatjet.

Jetset für die Likes

Ganz lässig mit Modemagazin in der Hand liegt Byron im Ledersitz der Luxus-Maschine, so zeigt es zumindest das Foto. In Wirklichkeit saß er jedoch auf einer grünen Decke in seinem kleinen Zimmer – Photoshop sei Dank. Um das Ganze noch glaubwürdiger zu gestalten, fakte er sogar noch seine Insta-Story und nahm seine Follower*innen so mit zum Flugplatz. Und siehe da: Seine Mühen zahlten sich aus. Er habe noch nie in so kurzer Zeit so viele Likes bekommen, erklärt der 19-Jährige in seinem Video.

Nach insgesamt fünf Postings und einigen Insta-Storys beendete Byron sein Experiment und zog auf YouTube sein persönliches Fazit: Die Fotos, die ihn in vermeintlich sauteuren Klamotten bekannter Designer*innen zeigen, haben deutlich mehr Likes bekommen als seine bisherigen Fotos. Das Foto, welches Byron im Privat-Jet zeigt, hat sogar 12.000 mehr Likes als für ihn üblich erreicht. Und auch die Zahl seiner Follower*innen ging in die Höhe: Vor dem Experiment folgten dem YouTuber rund 60.000 Personen auf Instagram, mittlerweile kann Byron sich über mehr als 67.000 Abos freuen.