Dieser Hund hat die Waldbrände in Griechenland überlebt – in einem ungewöhnlichen Versteck

Verheerende Waldbrände tobten in den vergangenen Wochen in Griechenland und forderten zahlreiche Opfer. Für diesen Hund fand die Tragödie jedoch ein gutes Ende.

Verheerende Waldbrände tobten in den vergangenen Wochen in Griechenland und forderten zahlreiche Opfer. Für diesen Hund fand die Tragödie jedoch ein gutes Ende.

Links ist der Hund bei der Rettung zu sehen, rechts daneben ein aktuelleres Bild, nachdem er aufgepäppelt wurde. Fotos: YouTube Screenshot / Facebook Screenshot

Eine zerstörte Landschaft ist zu sehen, grau und niedergebrannt. Die Kamera wackelt, eine Frauenstimme ist zu hören. Langsam bewegt sie sich auf eine Art Schacht, einen Ofen zu, kurz sind ein Fressnapf und eine Schale mit Wasser im Bild zu sehen. Die Kamera nimmt die Zuschauer*innen mit in den Ofen.

Darin liegt ein kleiner, grauer Hund. Völlig zersaust und entkräftet rafft das Tier sich auf, folgt der Frauenstimme aus dem Ofen und schnuppert neugierig am Fressnapf. Er hat die verheerenden Ausmaße der Waldbrände in Griechenland überlebt.

In den vergangenen Tagen und Wochen zerstörten Brände große Teile der Wälder in Griechenland, vor allem östlich und westlich der Hauptstadt Athen, wie die Tagesschau berichtet. Zwar wurden viele Brände von der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht, doch sie forderten mindestens 80 Todesopfer und über 180 Verletzte. Außerdem warnt Griechenlands Regierung, dass die Gefahr noch nicht vorbei sei.

Der Hund aus dem Ofen

Doch für einen kleinen Hund fanden die furchtbaren Ereignisse noch einen guten Ausgang: Das vierjährige Tier suchte in einem alten Ofen Schutz vor den Flammen und überlebte so das Feuer, deshalb wird er nun als The Oven Dog, also der Ofen-Hund, in Griechenland zum Internet-Hit und vielleicht aus zum Symbol der Hoffnung. Das Video, welches die Rettung des kleinen Hundes in der Stadt Mati dokumentiert, wurde von der Tierschützerin Artemis Kyriakopoulou aufgenommen.

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Elena Dede, Gründerin und Leiterin der Tierschutzorganisation Dog’s Voice, berichtet der Nachrichten-Plattform ABC gegenüber, dass die Waldbrände nicht der einzige Horror war, den der Hund erleben musste. Er sei offenbar schon vor einiger Zeit ausgesetzt worden und habe als Straßenhund gelebt.

„Als er zu uns kam, war er zunächst etwas aggressiv, weil er sehr viel Angst vor Menschen hatte“, erklärt Dede. „So wie er sich schützte und sein Gesundheitszustand deuteten darauf hin, dass er lange Zeit missbraucht wurde. Er hatte drei Lagen von totem Fell auf sich. Das kann gar nicht nur in der Woche der Waldbrände passiert sein“, fährt sie fort. Doch nachdem man ein bisschen Zeit mit dem Tier verbracht und ihn aufgepäppelt habe, wurde er entspannter und vertraute den Tierschützer*innen. Außerdem gaben sie dem Tier einen vorläufigen Namen: Loukoumakis – nach einer traditionellen griechischen Süßspeise.

Mittlerweile hat der Hund bereits eine neue Besitzerin gefunden, heute sollen die Adoptionspapiere unterschrieben werden.