Dieser Instagram-Account zeigt die kleinen, aber nervigen Mühen des Alltags

An manchen schlechten Tagen scheint alles schief zu laufen. Dass du nicht alleine in diesem Glauben bist, veranschaulicht der Instagram-Account der Illustratorin Christine.

Erst wachst du völlig groggy auf, weil du schlecht geschlafen hast. Dann verpasst du den Bus und kommst zu spät zu deinem Termin. Vielleicht regnet es und deine Füße werden nass. Vielleicht bleibt ein kleiner, aber deutlich sichtbarer Fleck vom Mittagessen auf deinem Shirt zurück. Oder du stellst erst abends vor dem Spiegel fest, dass du den ganzen Tag etwas Grünes zwischen den Zähnen hattest. Es gibt Tage, da läuft es einfach nicht. Man fühlt sich vom Pech verfolgt, macht dem Universum regelmäßig „Warum ausgerechnet ich?“-Vorwürfe und geht mit entsprechend schlechter Laune zu Bett.

Diese Tage erlebt jede*r von uns. Die Illustratorin Christine aus New York zeichnet Comics und Cartoons über diese Mühen des Lebens. So ist ihre Protagonistin Krysteen manchmal davon genervt, dass sie nichts zu lesen/anzuziehen hat, obwohl sie vor einem vollen Bücherregal/Kleiderschrank sitzt. Sie schafft es nicht, nach einer Reise ihren Koffer auszupacken und lässt ihn lieber so lange verschlossen in der Ecke stehen, bis sich Spinnweben bilden. Sie kann ihren Salat nicht angenehm verspeisen, weil sie Angst hat, ihren Lippenstift zu verschmieren und möchte bei übermäßiger Hitze ihre neue Jacke nicht ausziehen, weil sie damit besser aussieht. Christines Illustrationen handeln von den Komplikationen beim Dating, von Prokrastination und Deadlines wie auch von den regelmäßigen Überwindungen, das warme Bett zu verlassen. We’ve all been there.

Die Botschaft des Accounts ist klar: Du bist mit deinen alltäglichen Mühen nicht alleine. Manche von Christines Illustrationen behandeln auch gravierendere Probleme, wie unter anderem Sexismus- oder Rassismuserfahrungen. „Die Medien zeigen immer noch weitgehend abgeflachte Karikaturen von Frauen. Frauen und Frauen of Color schätzen ehrliche Darstellungen von gemeinsamen Erfahrungen“, sagte sie dem Onlinemagazin Observer. Die Inspiration für ihre Geschichten holt sich Christine von eigenen Erlebnissen.