Dieser Künstler interpretiert beliebte Cartoons mit Schwarzen Charakteren neu

Für mehr Repräsentanz: King Handy zeichnet Die Simpsons, Rick & Morty oder Hey Arnold! mit Schwarzen Charakteren.

cartoonschwarzecharaktere

Links eine Neuinterpretation der Simpsons, rechts von Hey Arnold!. Cartoons: King Handy / Instagram Collage: ze.tt

Cartoons wie Die Simpsons, Family GuyRick & Morty haben etwas gemeinsam: Sie alle sind sehr beliebt – und bei allen spielen ausschließlich weiße Charaktere wichtige Rollen.

Das ist auch dem Zeichner King Handy aus Philadelphia nicht entgangen. „Es gab nicht viele Cartoons, durch die ich mich beim Aufwachsen repräsentiert fühlte. Die meisten Schwarzen Charaktere waren entweder stereotype Sidekicks oder der beste Freund des weißen Hauptcharakters“, sagte King Buzzfeed. Das ist so etwa bei den sonst gelben Simpsons der Fall, wo nur Nebencharaktere wie Dr. Hibbert oder Carl Carlson als Schwarz dargestellt werden. Dabei sollten sich laut King auch Schwarze Kinder durch Medien repräsentiert fühlen können.

King zeichnet daher seit einigen Jahren beliebte Cartoons um – statt mit weißen zeichnet er sie mit Schwarzen Charakteren. Darunter sind auch Neuinterpretationen älterer Cartoons wie der Rugrats, Hey Arnold! oder der Powerpuff Girls. Hier einige seiner Arbeiten:

King möchte Schwarze Künstler*innen inspirieren

Kings Zeichnungen werden immer beliebter: Auf Instagram folgen ihm mittlerweile mehr als 25.000 Menschen. Seiner Einschätzung nach liege das vor allem daran, dass er den Charakteren im Vergleich zu anderen Künstler*innen nicht nur etwa eine andere Hautfarbe verpasse: „Meine Interpretationen sehen so aus, als könnten sie Parallelversionen von ihnen sein.“

King zeichnet auch einen wöchentlichen Comic über den Charakter Ty und seine Beziehungsprobleme. Mit seiner Arbeit möchte er Schwarze Künstler*innen inspirieren.

„Ich hoffe, dass ich eines Tages mein eigenes Animationsstudio führen kann“, sagt King. „Ich möchte mehr Cartoons mit Schwarzen Hauptcharakteren erstellen, welche die Erfahrungen Schwarzer Menschen besser repräsentieren.“