Dieser Lehrer malte für seine Klasse Word an die Tafel

Das Foto von Richard Appiah Akoto, auf dem er Word analog unterrichtet, ging um die Welt – und inspirierte Menschen dazu, Laptops zu spenden.

Lehrer Ghana Computer

Richard Appiah Akoto kann Word auch analog unterrichten. Screenshot: Facebook

Richard Appiah Akoto ist Lehrer in Betenase in Ghana. Informations- und Kommunikationstechnik soll er dort seinen Schüler*innen beibringen, den Umgang mit Computer und Internet.

Das Problem dabei: An der Schule in Betanese gibt es seit 2011 keinen Computer mehr, wie die India Times berichtet. Die Schüler*innen müssen jedoch an einem nationalen Examen teilnehmen, das sie zu IT-Themen befragt. Das Bestehen dieses Tests ist Voraussetzung, um auf eine weiterführende Schule gehen zu können.

Der Computermangel hinderte den 33-jährigen Akoto nicht daran, seinen Schüler*innen dennoch das Programm Word beizubringen – er malte die Nutzungsoberfläche einfach mit bunter Kreide an die Tafel an.

Gepostet von Owura Kwadwo Hottish am Donnerstag, 15. Februar 2018

Das Foto des engagierten Lehrers wanderte um die Welt. Aus allen Ecken trudelten Angebote ein, Computer und Laptops als Spende abzugeben. Der erste Laptop, der ankam, wurde von Amirah Alharthi von der Universität Leeds in Großbritannien gespendet.

Gepostet von Owura Kwadwo Hottish am Donnerstag, 8. März 2018

Es folgten weitere Sachspenden von Einzelpersonen und Unternehmen aus Ghana.

Gepostet von Owura Kwadwo Hottish am Montag, 12. März 2018

Sogar Microsoft, der die Software Word gehört, hat Kontakt zu Akoto aufgenommen und ihn nach Singapur für eine Weiterbildung eingeladen. Außerdem hat das Unternehmen die Schule mit den benötigten Lizenzen für das Programm ausgestattet.

Der India Times sagte Akoto: „Es ist etwas sehr Positives geschehen und ich bin sehr glücklich. Wir werden nicht mehr die Tafel benutzen. Wir werden Computer haben.“ Dadurch wird natürlich nicht das Problem gelöst, dass Schulen in ländlichen Gegenden Ghanas häufig schlecht ausgestattet sind. Aber immerhin ein paar Schüler*innen haben nun besseren Zugang zu Bildung – und außerdem eine Lektion über die Macht des Internets bekommen.