Dieser Mann inspiriert behinderte Menschen mit kreativen Halloween-Kostümen

Mit neun Jahren verlor Josh Sundquist ein Bein. Heute zeigt er, wie gut eine Behinderung und Verkleiden zusammengehen.

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„Ich feiere, was mich anders macht.“ Screenshot: Instagram / Josh Sundquist

Hallo Halloween, dir haben wir es zu verdanken, dass uns neben der Weihnachtsschokolade schon seit Wochen Kürbisse, Fledermäuse und Gespenster aus den Regalen der örtlichen Einkaufsmöglichkeiten entgegen grinsen. Danke dafür. Es soll ja aber auch Menschen geben, die diesen Pseudo-Feiertag gerne begehen. Besonders in den USA ist Halloween ja geradezu heilig, wie auch der Aufwand beweist, den Leute dort in ihre Kostüme stecken, die sie stolz auf den sozialen Plattformen präsentieren.

Schön ist, wenn aus dem Halloween-Kostüm mehr wird als die reine Selbstdarstellung. Ein gutes Beispiel dafür ist Josh Sundquist. Der Bestseller-Autor und Komiker will mit seinen ausgefallenen Halloween-Kostümen Menschen motivieren, die eine Behinderung haben. Der 35-Jährige lebt selbst seit seinem neunten Lebensjahr mit nur einem Bein – das zweite musste ihm in Folge einer Knochenkrebserkrankung amputiert werden. Nicht immer sei er derart offen und selbstbewusst damit umgegangen, sagt er in Interviews rückblickend. In der Highschool habe er eine Prothese getragen, damit nicht jede*r von seiner Behinderung mitbekomme.

Diese Zeit hat Sundquist inzwischen hinter sich gelassen. Er begann, Ski zu fahren und startete 2006 sogar bei den Paralympics in Turin. Seit einigen Jahren postet er zu Halloween seine Kostüme und zeigt damit, wie man seine Behinderung kreativ nutzen kann. „Jetzt fühle ich mich wohler mit dem, was ich bin und wie ich aussehe, und ich schätze, mit diesen Halloween-Kostümen könnte man sogar sagen, dass ich feiere, was mich anders macht.“

Nie war ein Gebrauchsgegenstand niedlicher als die Schreibtischlampe von Pixar, weshalb sich Sundquist für sein Kostüm in diesem Jahr auch von dem animierten Leuchtmittel hat inspirieren lassen. Die Jahre zuvor verkleidete er sich unter anderem als menschlicher Fidget Spinner, Disneys Dschinni und Flamingo.

Nicht nur Halloween ist für Sundquist ein Grund, sich zu verkleiden. Auch als Weihnachtsbaum nutzt Sundquist seine Behinderung dafür, andere Menschen zum Lächeln zu bringen – oder auch, um ihnen einen Schrecken einzujagen. Wo wir dann wieder beim Gruseltag des Jahres wären. In diesem Sinne: Happy Halloween!

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Human Christmas Tree ??

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Nicht nur Josh Sundquist nutzt seine Behinderung für kreative Kostüme: