Dieses Video macht deutlich, wie Plastik unser Leben verschlingt

Wie würde unser Alltag wohl aussehen, wenn unser Plastikmüll nicht im Ozean landen würde, sondern wir selbst darin leben müssten?

Greenpeace: Dieses Video zeigt, wie Plastik unser Leben verschlingt

Wie würde unser Alltag aussehen, wenn überall Plastik wäre? Video: Greenpeace | Sreenshot

Wir alle wissen, dass Plastikmüll für den Menschen ein großes Problem darstellt. Bereits über eine Billion Plastikteile befinden sich laut Scientific Reports im pazifischen Müllstrudel. Trotzdem bleibt der Gedanke, ständig davon umgeben zu sein, für uns sehr abstrakt. Wir können uns nur schwer vorstellen, wie sich das Leben für die Tiere im Ozean anfühlt.

Ein Clip von Greenpeace versucht das ernste Thema nun auf amüsante Art und Weise greifbar zu machen und bringt den Plastikmüll in den Alltag der Menschen. Aus dem Kaffeebecher kommt Plastik, ebenso aus dem Burger, auch aus der Waschmaschine. Das Kind bleibt in der Rutsche im Plastik stecken und auch in den Scheibenwischern des Autos verfängt sich Müll.

Planet Plastik

Plastik? Igitt! Wenn euch die Plastik-Plage auch so auf die Nerven geht, teilt das Video! ;)

Gepostet von Greenpeace Deutschland am Samstag, 23. Juni 2018

[Außerdem auf ze.tt: „Es wächst natürlich!“ – Andrée lebt nach dem Zero-Waste-Prinzip]

Plastikverbote weltweit

Klar ist, dass das Plastikproblem nur politisch gelöst werden kann. Einige Städte haben dem Plastik bereits den Kampf angesagt. Costa Rica will beispielsweise bis 2021 die erste Stadt werden, die Einwegplastik gänzlich abschafft. Im Rahmen des französischen Energiewende-Gesetzes wird Frankreich ab 2020 Plastikgeschirr verbieten. In Kenia sind sowohl die Herstellung, als auch die Einfuhr, von Plastiktüten verboten und stehen unter Strafe. In Neu-Delhi wurden ebenfalls Einwegbecher verboten, Neuseeland verbannt Mikroplastik aus Kosmetikartikeln. Zahlreiche andere Länder und Städte starteten bereits ähnliche Iniativen. Auch die EU-Kommission beschloss kürzlich, dass Einweggeschirr, -besteck, Strohhalme, Wattestäbchen und Luftballonhalterungen aus Kunststoff verboten werden sollen.

Ich denke, es geht darum, eine andere Einstellung zum Plastik zu finden“ – Tiefseeforscherin Melanie Bergmann

Das alles sind wichtige, aber nur erste Maßnahmen, die noch ausgeweitet werden müssten. Die Tiefseeforscherin Melanie Bergmann sagte zu ZEIT Online: „Manche Länder verbieten Plastiktüten oder Mikroplastik in Kosmetika. Aber das ist nur ein sehr kleiner Teil des Plastikmülls. Und es geht viel zu langsam. Ich denke, es geht darum, eine andere Einstellung zum Plastik zu finden. Wir dürften es nicht mehr als billiges Einwegprodukt betrachten, sondern als wertvolle Ressource. Plastik sollte nur dort eingesetzt werden, wo man keine anderen Materialien benutzen kann.“

[Außerdem auf ze.tt: EU-weites Plastikverbot: Endlich werden die Richtigen in die Verantwortung genommen]

Für einen Wandel braucht es abbaubare Alternativen, sowie politische Anreize für Firmen, auf diese umzusteigen. Ansonsten wird dieser Clip bald gar nicht mehr so amüsant sein, sondern Teile unserer verschmutzen Welt widerspiegeln.