Disney lässt mit seinem neuem Streaming-Angebot Netflix alt aussehen

Im November startet Disney zunächst in den USA seinen eigenen Streamingdienst. Zuvor zieht der Konzern alle seine Inhalte von Netflix ab. Und das ist eine ganze Menge.

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Foto: Valerie Macon / AFP / Getty Images

Im Herbst vor zwei Jahren hat Disney angekündigt, Pläne für ein eigenes kostenpflichtiges Streaming-Angebot auszuarbeiten. Es gäbe Ideen in einer Größenordnung, die es mit dem Streaming-Giganten Netflix aufnehmen könnte. Im vergangenen Herbst gab Disney den Namen der Plattform bekannt: Disney+ solle sie heißen und Ende 2019 an den Start gehen. Jetzt stehen der genaue Starttermin, die Preisstruktur und das grobe Angebot von Disney+ fest.

Disney+ wird am 12. November zunächst in den USA live gehen. Das Angebot kostet wahlweise monatlich 6,99 US-Dollar. Auch eine Jahreszahlung in Höhe von 69,99 Dollar wird möglich sein. Damit ist Disney+ günstiger als das billigste Abo des Rivalen Netflix, das neun US-Dollar im Monat kostet. Disney-Chef Robert Iger kündigte an, dass Disney+ anschließend in Europa und innerhalb der kommenden zwei Jahren in vielen weiteren Regionen der Welt verfügbar sein soll. Er rechne mit 60 bis 90 Millionen Kund*innen bis zum Jahr 2024. Zum Vergleich: Netflix hatte Ende 2018 etwa 139 Millionen zahlende Abonnent*innen.

Was wird es auf Disney+ zu sehen geben?

Disney hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen und damit Marken und Verwertungsrechte aufgekauft. Dazu gehören Lucasfilm, Marvel Studios, 20th Century Fox und die Animationsstudios Pixar und Blue Sky. Das bedeutet, dass alle Star Wars-Filme, alle Superheld*innenfilme des MCU-Universums (Avengers, Captain Marvel, Guardians of the Galaxy, etc.) oder neue Riesenproduktionen wie die Verfilmung von Aladdin, Frozen 2 und das Remake von Der König der Löwen zukünftig nicht auf Netflix, sondern nur auf Disney+ verfügbar sein werden. Durch Disneys Übernahme der Fox-TV-Sender zählen auch alle Staffeln von The Simpsons dazu.

Netflix gibt jährlich Milliarden von US-Dollar für Eigenproduktionen aus. Auch Disney+ wird neue Inhalte produzieren. Unter anderem Spin-Off-Serien von Marvel, Dokumentationsshows von National Geographic und neue Star Wars-Serien wie The Mandalorian. Für das fünfte Jahr von Disney+ ist geplant, dass mehr als 50 eigenproduzierte Serien, mehr als 500 Filme und mehr als 10.000 Serienepisoden in der Videothek verfügbar sind.

Abonnent*innen sollen sämtliche Inhalte herunterladen und damit auch offline schauen können. Netflix hatte diese Option erst vor wenigen Jahren und nur für bestimmte Inhalte eingeführt. Disney+ wird zudem 4K und HDR-Video unterstützen. Es soll auf mobilen Geräten, in Webbrowsern, auf Spielkonsolen, Streaming-Boxen und Smart-TVs laufen.

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