Echte Kriminalfälle: Diese Crime-Podcasts werden euch süchtig machen

Für Hobby-Kriminolog*innen sind Crimecasts genau das Richtige, um in die tiefsten menschlichen Abgründe einzutauchen. Langweilige Bahnfahrten sind damit passé.

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Podcasts nach wahren Rechtsfällen werden immer beliebter. Foto: Tookapic / Unsplash | CC0

Es gibt Verbrechen, die schwer zu ertragen sind und uns trotzdem – oder genau deshalb – faszinieren. Hier kommen sechs spannende, aufwühlende und schockierende Podcasts über wahre Fälle:

1. Crime Junkie Podcast

Der Crime Junkie Podcast lässt Adrenalin ausschütten. Ashley und Brit nehmen ihre Geschichten in Indiana (USA) auf und liefern ihren Hörer*innen jeden Montag eine neue Folge True Crime. In ihrer aktuellen Sendung sprechen sie über das Verschwinden von Asha Degree im Jahr 2000. Wenn Kinder einfach verschwinden: Creepy.

Auf ihrem Blog kann man ein DNA-Set bestellen, damit, wenn man – für den Fall der Fälle – irgendwann mal vermisst werden sollte, Freund*innen und Verwandte bereits eine vollständige Zusammenstellung deiner DNA an die Polizei übergeben können. Okay, why not.

2. DIE ZEIT – Verbrechen

Nicht erst ein Geheimtipp, seitdem Jan Böhmermann bei Fest & Flauschig eine Empfehlung an seine Hörer*innen aussprach: Sabine Rückert, stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT, und Andreas Sentker, Leiter des ZEITWissensressorts, berichten in ihrem Podcast DIE ZEIT – Verbrechen von deutschen Kriminalfällen. Rückert hat als Gerichts- und Kriminalreporterin in vielen Fällen selbst Interviews mit Beteiligten geführt und intensive Hintergrundrecherchen betrieben, sodass der*die Hörer*in in den Genuss von spannenden Details kommt. In der aktuellen Folge Das Kind im dunklen Zimmer bleibt einem nur noch die Spucke weg. Prädikat: schauderhaft schockierend.

3. True Crime Germany

True Crime Germany – der Name ist Programm: Hier tummeln sich eine handvoll junger Menschen und tragen regelmäßig Infos zu deutschen Kriminalfällen zusammen. Chris, Kat, Dominik, Sandra und Stefan sind aktuell bei ihrer 32. Episode, in der sie über einen außergewöhnlichen Fall berichten: Exorzismus-Tod in Frankfurt. Sowas gibt’s noch? Hat man denn aus Emily Rose oder Anneliese Michel nichts gelernt? Fazit: True Crime Germany schafft Stammtisch-Stimmung mit spannender Diskussionsgrundlage.

4. Casefile True Crime Podcast

Der Casefile True Crime Podcast ist nichts für einen Fünf-Kilometer-Lauf. Eher für einen Marathon, denn Casefile hat relativ umfangreiche Episoden, die einiges an Infos liefern. Mittlerweile umfasst die Produktion des Podcasts ein kleines Team, wo zuvor nur Casey, der anonym bleiben möchte, stand. In einem aktuellen Q&A verrät er ein paar Insights zum Podcast. Dank charmantem Aussie-Slang hört man ihm gerne zu und lässt sich in die Welt der menschlichen Abgründe entführen. Besonders bemerkenswert ist der Fall The East Area Rapist, der sich über insgesamt sechs Folgen zieht und fast schon surreal wirkt. Wtf.

5. Mordlust

Paulina Krasa und Laura Wohlers sind zwei Journalistinnen, denen ihre eigenen Geschichten oft Gänsehaut bereiten. Abwechselnd recherchieren sie Kriminalfälle und erzählen sich diese dann jeden zweiten Mittwoch in ihrem Podcast Mordlust. In ihrer aktuellen Folge dreht sich alles um eine Explosion, bei der zahlreiche Menschen umgekommen sind. Sie sprechen aber auch unter anderem über Gewalt gegen Frauen. Spoiler: Häufiger als jeden dritten Tag wird eine Frau umgebracht und sogar jeden Tag versucht ein Mann seine Partnerin oder Ex-Partnerin umzubringen. Mehr Infos zu ihren Fällen posten sie außerdem auf ihrem Instagram-Account.

6. Happy Face Podcast

Familie ist nicht immer leicht: Im Happy Face Podcast verarbeitet Melissa Moore, Tochter des sogenannten Happy Face Killers, ihre Erinnerungen an ihre Kindheit. Ihr Vater Keith Hunter Jesperson ist ein bekannter Serientäter, der mindestens acht Frauen umbrachte. Seine Briefe an Medienunternehmen und Jurist*innen unterzeichnete er mit einem Smiley, wonach er sein Pseudonym Happy Face Killer erhielt. Authentischer geht es nicht: 1995 erfährt Melissa, dass ihr Vater ein Mörder ist. Dieses Trauma und ihre Angst, selbst mörderische Gelüste in sich zu tragen, versucht sie im Podcast zu therapieren. Sie spricht mit Hinterbliebenen der Opfer und hinterfragt ihre eigene Existenz, ihre Gefühle. Sogar ein Gehirnscan soll zeigen, ob sie zu Ähnlichem in der Lage wäre wie ihr Vater.


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