Ein altes Tanzvideo soll US-Demokratin Ocasio-Cortez bloßstellen – doch die tanzt einfach weiter

Trolle versuchen, der US-Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez mit einem Tanzvideo aus ihrer Studienzeit zu schaden. Die kontert mit einem neuen Tanzvideo.

House Of Representatives Convenes For First Session Of 2019 To Elect Nancy Pelosi (D-CA) As Speaker Of The House

Lacht über ihre Hater*innen im Netz: Alexandria Ocasio-Cortez. Foto: Win McNamee / Getty Images

Dieser Versuch, die US-Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez bloßzustellen, ging richtig daneben: Trolle hatten zur Vereidigung der Abgeordneten im Repräsentantenhaus in dieser Woche ein acht Jahre altes Tanzvideo hervorgekramt. Darin ist Ocasio-Cortez für etwa 30 Sekunden zu sehen, wie sie eine Szene aus dem 80er-Jahre-Coming-of-Age-Klassiker The Breakfast Club nachtanzt. Die Aufnahme stammt aus ihrer Studienzeit an der Uni Boston. Ein*e Nutzer*in auf Twitter teilte das Video mit den Worten: „Hier ist Amerikas Lieblingskommunistin, die sich wie die Idiotin verhält, die sie ist.“ Der Account @AnonymousQ ist mittlerweile gelöscht.

Die 29-jährige Ocasio-Cortez wurde im November 2018 als Abgeordnete für New York gewählt und ist die jüngste Frau im US-Kongress aller Zeiten. Bereits im Wahlkampf wurde sie zum Ziel rechter Kampagnen. Doch für ihr Tanzvideo bekommt die Demokratin statt Häme und Spott viel Zuspruch und Applaus. Der US-Komiker Patton Oswalt twitterte ironisch, dass Ocasio-Cortez sich wohl nie davon erholen werde, dass die Welt gesehen habe, wie sie „hinreißend tanzt und Spaß mit ihren Freunden hat“. US-Schauspieler Zach Braff kommentierte: „Stellt euch vor, was für ein Arschkopf man sein muss, um das Video von AOC für irgendwas anderes zu halten als bezaubernd und charmant.“

Die frisch vereidigte Kongressabgeordnete tanzt einfach weiter

Auf Twitter veröffentlichte Ocasio-Cortez zudem ein neues Tanzvideo vor ihrem neuen Büro im US-Kongress: „Ich höre, die Republikanische Partei findet tanzende Frauen skandalös. Wartet, bis sie rausfinden, dass auch Kongressabgeordnete tanzen!“

Der Song zur zehnsekündigen Einlage ist übrigens War von Edwin Starr, ein bekanntes Anti-Kriegslied mit dem Refrain „War, what is it good for? Absolutely nothing“. Diese Frau weiß, wie man Hass im Netz kontert.