Eine Trans-Künstlerin beschreibt in Comics, wie es sich für sie anfühlt, zur Frau zu werden

Wie fühlt sich die Transition von einem Geschlecht zu einem anderen an? Die US-Künstlerin Julia Kaye beschreibt ihre eigene Umwandlung in Comics, um anderen Trans-Menschen zu helfen.

Julia Kaye zeichnet Storys über ihre Transition vom Mann zur Frau. Screenshot: upandoutcomic/Instagram

Die 28-jährige Julia Kaye befindet sich in der Geschlechtsangleichung, der Transition von Mann zu Frau. Welche Gefühle und Gedanken sie dabei begleiteten, fasst Kaye in kurzen Comics mit je drei Bildern zusammen. Mehr als 200 kleine Werke hat sie inzwischen auf ihrem Instagram-Account @upandoutcomic veröffentlicht, mehr als 100.000 Follower lesen ihre Geschichten.

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Sie berichtet davon, wie es sich für sie anfühlt, misgendert zu werden, offiziell einen Frauennamen zu bekommen oder zum ersten Mal die Damentoilette zu benutzen.

Anfang 2016 begann sie zunächst, die Comics als eine Art Selbsttherapie zu zeichnen. „Es brachte mich dazu, mir am Ende des Tages Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken, wie ich mich fühlte. Und weil ich die Comics für mich selbst machte, gestattete ich mir, ehrlicher zu sein als sonst“, sagte sie Mashable. Kaye will mit ihren Zeichnungen aber auch Menschen erreichen, die sich in der Transition befinden und Unterstützung suchen.

Inzwischen würden Kaye Menschen aus der ganzen Welt schreiben und sich für ihre Comics bedanken. „Es ist herzerwärmend“, sagt sie, dass ihre Zeichnungen die Kraft hätten, Menschen zu helfen.