#embraceyoursquish: Sei stolz auf deinen Bauchspeck

Eine Instagram-Nutzerin knetet stolz ihren Bauch – und stellt sich damit gegen die Glorifizierung des Diät-Wahns.

No shame!
No shame! © nourishandeat/Instagram

Das Internet ist ein Ort, an dem unter dem Deckmantel der Anonymität oft diskriminiert, gehasst und beleidigt wird. Es kann aber auch ein Ort sein, wo sich Leute gruppieren und zu Gegenteiligem aufrufen – nämlich Toleranz und Akzeptanz.

Body-Positivity ist eine Bewegung, die für Selbstliebe steht und den menschlichen Körper in all seinen Formen und mit all seinen Kilogramms feiert. Sie stellt sich gegen das Bild des „perfekten Körpers“, der von den Medien hochstilisiert wird. Instagram-Nutzerin Gina war früher selbst Opfer einer Essstörung und möchte nun als Teil dieser Bewegung gegen das verschrobene Körperbild der Gesellschaft ankämpfen. Mehr als das: Sie möchte als ehemalige Betroffene, Leuten mit Essstörungen klarmachen, dass sie sich nicht für ihren Körper schämen sollten und dass jedes Gramm an ihnen schön ist.

Fast täglich lädt die Endzwanzigerin ein Foto auf Instagram hoch, auf dem entweder sie selbst oder ein ermutigender Spruch zu sehen ist. Sie erzählt damit die Geschichte, wie sie sich von ihrer Magersucht erholen konnte. Ihren Hashtag #embracethesquish verwenden sowohl auf Instagram als auch Twitter zahlreiche Nutzer*innen.

In einem Interview mit Naked with anxiety gibt Gina drei Tipps, wie Betroffene von einer Essstörung loskommen können.

  1. Aufhören, perfekt sein zu wollen
  2. Sich nicht schämen
  3. Auslöseimpulse vermeiden

Sie erzählt, dass ihr damals andere Accounts mit Body-Positivity-Schwerpunkt selbst geholfen haben, sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen und sich Hilfe zu holen. Dieselbe Inspiration möchte sie nun für andere sein. Mittlerweile hat Gina mehr als 74.000 Follower.

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