Fotograf*innen verkaufen ihre Bilder, um antirassistische Organisationen zu unterstützen

Die Fotograf*innen wollen mit der Initiative zeigen, dass sie eine kollektive Kraft haben – und dazu beitragen können, die Gesellschaft zu verändern.

header-dont-back-down
40 Fotograf*innen bieten Abzüge ihrer Fotos an.
Screenshots: © @dontbackdownorg / Instagram

Starke Porträtaufnahmen, dokumentarische Landschaftsbilder und künstlerische Inszenierungen: In dem Portfolio der US-Initiative Don’t Back Down! finden sich die unterschiedlichsten Motive. Über 40 Fotograf*innen haben sich an dem Projekt beteiligt und bieten auf der Website Abzüge ihrer Fotos für einen guten Zweck an. Denn das Geld der verkauften Aufnahmen geht nicht an sie, sondern an die drei US-Wohltätigkeitsorganisationen Equal Justice Initiative, Inner City Arts und The Okra Project. Alles Organisationen, die sich für die Rechte von BIPoC einsetzen.

„Wir wollen zeigen, dass Künstler*innen und Fotograf*innen eine kollektive Kraft haben“, heißt es auf der Website. „Wir wissen, dass es in diesen Zeiten schwierig sein kann, zu sehen, wo unsere Stärken als Künstler*innen liegen, wie wir etwas verändern können und wo wir den meisten Einfluss haben. Wir hielten unseren Ansatz, eine kollektive Seite zu erstellen, Abzüge zu verkaufen, um Geld zu sammeln, für die perfekte Lösung.“

Dabei sind unter anderem Aufnahmen des afroamerikanischen Fotografen Jamel Shabazz oder der Filmregisseurin und Fotografin Danielle Levitt, die sich mit ihren Arbeiten für mehr Diversität einsetzt. Aber auch ein Foto von Merrick Morton, das Brad Pitt am Set von Fight Club zeigt, steht zur Auswahl. Jeder Abzug kostet 150 US-Dollar und wird von einem kleinen, von Schwarzen geleiteten Fotolabor in Los Angeles namens Contact Photo Lab entwickelt.

Andere Fundraiser

Don’t Back Down! ist nicht die erste antirassistische Initiative, die auf diese Weise Geld sammelt. So unterstützte die Kampagne See In Black durch den Verkauf von Fotografien ebenfalls fünf US-Organisationen. In Großbritannien gehen alle Einnahmen des Anti-Racism Photography Fundraisers, der Drucke von mehr als Hundert Fotograf*innen anbietet, ebenfalls an Schwarze Wohltätigkeitsorganisationen.

Während diese Kampagnen nur für begrenzte Zeit laufen, will Don’t Back Down! noch das ganze Jahr von wechselnden Künstler*innen Abzüge verkaufen. Falls ihr es euch fragt: Die Portokosten nach Deutschland betragen rund 30 Euro.

mz

Außerdem auf ze.tt