Frankfurt zeigt Respekt: Diese Plakate sollen für ein freundlicheres Miteinander sorgen

Sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Alter, Religion – das alles sollte in unserem alltäglichen Miteinander keine Rolle spielen. Die Stadt Frankfurt am Main möchte mit ihrer Kampagne Frankfurt zeigt Respekt ein Zeichen für friedlicheren und respektvolleren Umgang setzen.

Zu Beginn dieser Woche wurden acht knallbunte Plakatmotive vorgestellt, die skizzenartig für verschiedene Typen stehen: eine Frau mit Kopftuch, ein Mann mit amputiertem Arm, eine ältere Frau mit grauen Haaren. Die Plakate sind mit provokanten Sprüchen übertitelt, die zum Nachdenken anregen sollen.

„Heteros sind nicht normaler als Homosexuelle. Es gibt nur mehr.“, „Ganz egal, welche Farbe deine Haut hat: Welche Farbe hat dein Herz?“, „Auch ich hab mal gedacht, dass ich für immer jung bleibe.“ oder „Deine Schwester würdest du doch auch nicht angrapschen, oder?“ steht über den Skizzen. Darunter prangt der Kampagnentitel Frankfurt zeigt Respekt. Für jeden Menschen, jeden Tag.

[Außerdem bei ze.tt: Wie du respektvoll mit Menschen umgehen kannst, die du nicht magst]

Als Markus Frank, der Stadtrat und Vorsitzende des Präventionsrates der Stadt Frankfurt am Main die Plakate am Montag vorstellte, erklärte er: „Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft.“ Der Präventionsrat hatte zuvor eine Online-Auswertung zum Thema Respekt gemacht, für die 726 Interviews geführt wurden. Das Ergebnis ist eindeutig: Über 98 Prozent der Interviewten halten Respekt für unverzichtbar. Die Kampagne soll nun über einen längeren Zeitraum zu sehen sein: Erst auf Liftfaßsäulen, dann auch in öffentlichen Gebäuden und sogar in einer Wanderausstellung.