Frau gibt Kaffee aus – und bekommt dafür ein wunderbares Dankeschön

Eigentlich wollte eine US-Amerikanerin einfach nur nett sein und gab einer anderen Frau einen Kaffee aus. Doch für diese bedeutete die kleine Geste viel mehr. Das zeigt ein Brief, den sie geschrieben hat und der im Netz wie wild geteilt wird.

Eigentlich wollte sie einfach nur nett sein und gab einer anderen Frau einen Kaffee aus. Die Reaktion auf diese freundliche Geste zeigt, wie einfach Nächstenliebe sein kann.

Mackenzie Mauller gab einer Fremden einen Kaffee aus und bekam diesen Brief als Dankeschön. Foto: Brooke Cagle / Unsplash | CC0 | Screenshot: Twitter| Collage: ze.tt

Im Laden einer bekannten US-amerikanischen Café-Kette bezahlte Mackenzie Mauller einer Frau den Kaffee, die hinter ihr in der Schlange stand. Dass diese freundliche Geste für die Frau hinter ihr jedoch viel mehr war als einfach nur ein Kaffee, wusste sie zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Einige Zeit später fand Mackenzie einen Zettel in ihrem Briefkasten, in dem sich die Frau sie richtet. Mackenzie postete diesen Zettel auf Twitter und schrieb dazu: „Gestern habe ich im Starbucks einer Frau hinter mir einen Kaffee gekauft … später fand ich das in meinem Briefkasten. Leute, manchmal können kleine Dinge einen großen Unterschied machen, seid nett zueinander.“

Der Tweet enthält Fotos des Briefs. Darauf schreibt die Frau: „Danke für den Kaffee! Ich gehe nur selten zu Starbucks und gönne mir was, aber die letzten Monate waren ziemlich hart. Mein Vater, der auch auf meine Kinder aufpasste, verstarb. Meiner Familie und mir ging es wirklich schlecht. Und dann hat sich heute Morgen auch noch unser Babysitter krankgemeldet und ich musste mir freinehmen. Deshalb habe ich mich entschieden, meinen Kindern ein Frühstück und mir einen Kaffee zu kaufen – und habe mich dabei total schuldig gefühlt, weil ich wohl für einige Zeit zu Hause bleiben werde.“ Die Wörter „total schuldig“, im Original „total guilt“ sind schwarz unterstrichen.

Mehr als nur ein Kaffee

Auf der Rückseite des Zettel schreibt sie weiter: „Das alles war nicht mein Lebensplan, ich war weder emotional noch finanziell darauf vorbereitet, meinen Job aufzugeben. Ich habe geweint, als ich gemerkt habe, dass du so lieb warst und meinen Kaffee bezahlt hast – und ich war hocherfreut, als ich gesehen habe, dass du in ein Haus in meiner Nachbarschaft gegangen bist. Ich fand es wichtig, dass du weißt, dass das für mich mehr als nur ein Kaffee war. Es war etwas, dass meinen ganzen Tag auf den Kopf gestellt, mir Tränen in die Augen und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat, weil ich so dankbar bin.“

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Viele Nutzer*innen feiern Mackenzie nun für ihre nette Tat auf Twitter: Ihr Tweet wurde über 20.000-mal geteilt und hat fast 80.000 Likes. Dem Online-Magazin inc verrät Mackenzie, dass sie sich gar nicht so viel dabei gedacht hätte: „Ich wollte einfach nur was Nettes tun.“ Außerdem bot sie ihre Hilfe an: „Sie hat zwar einen Babysitter, aber wenn sie jemand braucht, dann kann ich das gern machen.“

Nettigkeit und Selbstlosigkeit

Knapp drei Tage, nachdem sie den Brief online gestellt hat, meldet sich am 10. August dann auch die Frau, der sie den Kaffee ausgegeben hat, zu Wort und gibt sich unter dem Posting zu erkennen. Nicole Clawson heißt sie und kommentiert: „Danke für den Kaffee und dass du dich für die Karten bedankt hast und dann noch angeboten hast, für mich zu babysitten. Du bist wirklich sehr lieb und ein wunderbarer Mensch, der diese Aufmerksamkeit verdient.“ Dann erklärt sie noch, dass auch ihre Kinder das Ganze mitbekommen haben: „Das war eine großartige Möglichkeit, um zu lernen, wie man andere Menschen behandelt. Sie freuen sich, das weiterzugeben und andere auch mit Nettigkeit und Selbstlosigkeit zu behandeln“, schreibt Nicole.

Diese Geschichte zeigt, wie einfach es seien kann, fremden Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern – manchmal sind es nun mal die kleinen Dinge, die große Wirkung haben.

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