Frauen schlafen besser, wenn ein Hund neben ihnen liegt

Hunde sind laut einer neuen US-Studie die besseren Bettgenoss*innen. In der Umfrage gaben Probandinnen an, sich neben einem Hund geborgener zu fühlen als neben einem Mensch oder einer Katze. Eine Studie über Männer soll bald folgen.

Studie zeigt, es schläft sich besser neben einem Hund als einem Mann

In diesem Bett schlaf ich, wuff! Foto: Pexels

Die Augen schließt und öffnet man am liebsten neben der Person, bei der man sich wohl, geborgen und sicher fühlt. Für viele ist das der*die Partner*in – für andere das Haustier.

Jede*r dritte Deutsche erlaubt einer Umfrage von TNS Infratest zufolge dem Hund, im eigenen Bett zu schlafen. Katzen dürfen sogar noch häufiger unter die Bettdecke: Fast zwei Drittel der Katzen übernachten mit Herrchen und Frauchen regelmäßig im Bett. Nun ergab eine neue Studie, dass Frauen neben einem Hund angeblich besser schlafen, als neben einem*einer menschlichen Partner*in oder anderen Haustieren.

Hund besser als Partner*in?

Christy L. Hoffman, Professorin für Tierverhalten, Ökologie und Naturschutz am Canisius College in Buffalo, New York, untersuchte gemeinsam mit einem Team die Auswirkungen von Haustieren auf die Schlafqualität. Dazu befragten sie online 962 Frauen in den Vereinigten Staaten. 55 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, ihr Bett mit mindestens einem Hund, 31 Prozent mit mindestens einer Katze und 57 Prozent mit einem menschlichen Partner*in zu teilen.

Die Frauen, die ihr Bett mit einem Hund teilten, berichteten von einem besseren, erholsameren Schlaf und einem stärkeren Gefühl von Geborgenheit. Sie gaben zudem an, dass ihre Hunde weniger störten, als ein*e menschliche*r Partner*in es tun würden. Die Studie zeigte auch, dass die Teilnehmerinnen Katzen als ebenso störend empfinden wie Menschen, und diese zudem ein schwächeres Gefühl der Geborgenheit erzeugen würden.

Die Ergebnisse drehen sich stark um die Wahrnehmung der Teilnehmerinnen und es braucht Folgestudien, um herauszufinden, wie diese Ergebnisse mit objektiven Messungen der Schlafqualität übereinstimmen. Zudem will die Forscherin in der Zukunft auch untersuchen, ob Hunde auf Männer eine ähnliche Wirkung haben wie auf Frauen.

Studien zeigen, dass Haustiere Schlaf verbessern

Diese Studie ist nicht die erste, die erkannt haben will, dass Haustiere den Schlaf verbessern. US-amerikanische Forschende der Mayo-Schlafklinik in Scottsdale, Arizona haben in einer Studie herausgefunden, dass 41 Prozent der Befragten besser einschlafen, wenn ihr Haustier neben ihnen liegt. Die Schlafforschenden befragten dazu 150 Patient*innen der Klinik, von denen 74 Proband*innen angaben, ein Haustier zu besitzen. Fast alle sagten, dass ein Haustier im Bett ihnen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittle.

Wer nun neben einem im Bett schnarcht, bleibt jedem*r selbst überlassen. Aber wer könnte diesen Hunden schon widerstehen?