Frida Kahlo, Josephine Baker und Kristen Stewart: Dieser Bildband zeigt queere Held*innen

Die Autorin Arabelle Sicardi und die Illustratorin Sarah Tanat-Jones porträtieren Menschen, die sie in ihrem Leben als queere Frauen geprägt haben.

Was haben Frida Kahlo, Freddie Mercury, Ellen DeGeneres, Josephine Baker und Kristen Stewart gemeinsam? Sie alle leben oder lebten ein Leben fern von heteronormativen Wertevorstellungen und sind heute Vorbilder für Menschen in der queeren Community. Sie und viele weitere Persönlichkeiten inspirierten die Autorin Arabelle Sicardi zu ihrem Buch Queer Heroes. Gemeinsam mit der Illustratorin Sarah Tanat-Jones porträtiert Sicardi darin 53 Held*innen, die sie in ihrem Leben als queere Woman of Color geprägt haben.

„Als Kind verlor ich mich in Fantasy-Büchern auf der Suche nach Menschen, die so aussahen und so fühlten wie ich“, schreibt Sicardi in der Einleitung ihres Buches. Queere Menschen und People of Color seien in der Kinder- und Jugendliteratur ihrer Kindheit, wenn überhaupt, nur am Rande vorgekommen. Erst als Teenagerin lernte sie, dass die Held*innen, die sie brauchte, im wahren Leben zu finden sind. „Lange Zeit wurden insbesondere queere und trans People of Color als zu unwichtig und zu andersartig angesehen, um in Geschichtsbücher aufgenommen zu werden.“

Ein Blick ins Buch Queer Heroes

Mit ihrem Bildband möchten Sicardi und Tanat-Jones dies ändern. Mit Bildern und Texten wollen sie Geschichten von Held*innen fernab des Mainstreams erzählen. Zum Beispiel die von Sappho. Die Dichterin lebte im im sechsten Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung auf der Insel Lesbos – und schrieb Liebesgedichte an andere Frauen. Bis heute gilt sie als eine der größten griechischen Dichterinnen.

Der beste Rat, den ich jemals bekommen habe, lautet: Sei der Mensch, den du gebraucht hättest, als du jung warst.

Arabelle Sicardi

Die trans Aktivistinnen Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera sind längst Ikonen der queeren Community. Als Mitinitiatorinnen der Stonewall-Proteste prägten sie die LGBTQIA-Bürger*innenrechtsbewegung in den USA vor 51 Jahren maßgeblich. In Uganda gilt Kasha Jacqueline Nabagesera als Gesicht der LGBTQIA-Bewegung. 2003 gründete sie mit anderen die Organisation FARUG (Freedom and Roam Uganda), die sich für die Rechte von lesbischen und bisexuellen Frauen, trans und Intersex-Personen im Land einsetzt.

Auch die Geschichten junger Aktivist*innen der Gegenwart, wie Jazz Jennings, Laith Ashley, Subhi Nahas und Khali Abdel-Hadi, der mit My.Kali Jordaniens erste LGBTQIA-Zeitschrift herausbrachte, finden ihren Platz in dem Bilderbuch.

„Der beste Rat, den ich jemals bekommen habe, lautet: Sei der Mensch, den du gebraucht hättest, als du jung warst“, sagt Sicardi. Mit ihrem Buch möchte sie anderen Menschen Mut machen, ebenfalls diese Person zu werden.

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