Frühjahrsputz im Kopf: 6 Tipps, wie du deine Psyche entrümpeln kannst

Nach den ersten 90 Tagen dieses Jahres ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, psychische Altlasten zu löschen und Platz für Neues zu schaffen. Wir verraten dir sechs Tipps, wie das gelingen kann.

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Wem oder was gebe ich unbegründeter Weise zu viel Platz in meinem Leben? Quelle: Unsplash | CC0

Stand man gefühlt gerade noch auf der Straße und hat den Silvesterböllern beim Knallen zugeschaut, sind die ersten 90 Tage des Jahres bereits vergangen. Zeit also für einen Frühjahrsputz – und zwar nicht nur bezogen auf deinen Kleiderschrank oder deine ganze Wohnung, sondern vor allem auf deine Psyche.

Inspiriert vom Lenny-Artikel Declutter Your Psyche hätten wir ein paar Ideen für dich, wie du die innere Entrümpelung angehen kannst:

1. Lösch alte Kontakte von deinem Handy

Viel zu oft entdecke ich in den Kontakten auf meinem Handy Namen, von denen ich meine, noch nie gehört zu haben. Ich grüble und überlege, woher ich diese Personen kennen könnte, das Ergebnis bleibt aber meistens aus. Und dann lasse ich sie drin, weil es könnte ja doch noch der Zeitpunkt kommen, an dem ich mich wieder erinnere und diese Person mein Leben retten könnte. Karten auf den Tisch: Das wird nicht passieren. Also gib dir einen Ruck und lösch eine Nummer nach der anderen aus deinen Kontakten. Es werden bald wieder genug neue dazu kommen.

2. Reaktiviere eine alte Freundschaft

Wenn man in anderen Städten wohnt, verliert man eine*n alte*n Freund*in schneller aus den Augen als einem lieb ist – auch ohne böse Absicht. Nutze daher deinen inneren Frühlingsputz dazu, den Kontakt zu einem deiner Lieblingsmenschen zu reaktivieren. Manchmal reicht schon eine kurze Nachricht, um zu signalisieren: Hallo, ich denke an dich und hab dich nicht vergessen. Um ungewollte Funkstillen künftig zu vermeiden, solltest du dir einen monatlichen Reminder einstellen, der dich daran erinnert, mal wieder ein Lebenszeichen von dir zu geben.

3. Verkleinere dich auf Facebook

Die einen Freundschaften nimmst du wieder auf, andere lässt du fallen – und zwar solche, die lediglich auf Facebook existieren und keinerlei Berührungspunkte mit deinem Offline-Leben haben. Zeit also, auch hier mal richtig Klarschiff zu machen, Kontakte zu löschen oder zumindest Kontaktlisten auf Facebook anzulegen, die dir einen besseren Überblick über deine Freund*innen und Bekanntschaften bieten.

[Außerdem auf ze.tt: Vorsätze, die dich wirklich ein bisschen glücklicher machen]

4. Sortiere deine Social-Media-Feeds aus

Der Teil, den Soziale Medien in unserem Leben einnehmen, wird mit jedem Jahr größer. Umso bewusster solltest du daher damit umgehen. Gibt es Accounts, die dir das Gefühl geben, nicht genug zu sein? Dann lösch sie. Anstatt von einem Foto zum nächsten zu springen, weil dich keines so richtig interessiert, solltest du die Accounts herausfiltern, die dir einen Mehrwert bieten. Für eine gesündere Facebook-Nutzungs-Bilanz könntest du dir auch feste Zeiten vornehmen, an denen du Facebook checkst, ohne nebenbei noch etwas anderes zu machen, und dich für die restliche Zeit komplett auszuloggen. Ja, für die eine oder andere eine harte Maßnahme, aber äußerst effektiv.

5. Werde dir über deine Prioritäten bewusst

Kompromisse machen nur wenig Spaß, sind aber notwendig, wenn man auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen will. Setze dich daher mit deiner Zielliste für 2018 auseinander oder erstell eine, sofern du noch keine hast. Um die Frage nach deinen Prioritäten zu klären: Wähle drei verschiedene Farben für die drei Quartale, die noch anstehen, aus und markiere deine Ziele in der Farbe des Quartals, in dem du das Ziel realistisch abhaken kannst. Besser, du hast wenige konkrete Ziele, die du tatsächlich auch erreichen kannst, als viele vage Ziele, die als Idee anfangen und so auch wieder enden.

6. Gib deinen Emotionen mehr Raum

Wir sind prädestiniert dazu, mit manchen Emotionen besser, mit anderen wiederum schlechter umgehen zu können. Das heißt aber nicht, dass wir es uns in diesem wohligen Nest bequem machen sollten. Umso stärker und öfter sollten wir uns unseren schwachen Emotionen stellen und diese üben auszudrücken – und zwar genau so, wie wir es beim Erlernen einer Sprache oder eines Instruments tun würden.

Anstatt also nur den Staubsauger zu schwingen, solltest du deinen Fokus des diesjährigen Frühjahrsputzes auf dein Inneres legen und dir mithilfe der oben genannten Punkte bewusst werden: Wem oder was gebe ich unbegründeter Weise zu viel Platz in meinem Leben? Und: Wer oder was braucht mehr? Happy Decluttering!


von Lena Lammers auf EDITION F

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