Fünf Dinge, die Gründer*innen von „Grace and Frankie“ lernen können

Obwohl die Protagonist*innen dieser Serie bereits über 70 Jahre alt sind, können sie uns mehr über ein erfolgreiches Start-up beibringen als so mancher Ratgeber.

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Von den beiden erfolgreichen Gründerinnen Grace und Frankie können wir uns einiges abgucken. Foto: © Netflix

Zwei Frauen in ihren 70ern und einen Vibrator: Mehr braucht es in der Netflix-Serie Grace and Frankie nicht, um eine unglaublich gute Geschäftsidee ins Rollen zu bringen. Alles beginnt, als die beiden von ihren Ehemännern verlassen werden, weil diese sich vor zwanzig Jahren ineinander verliebt haben und seitdem ihre Affäre verheimlichen. (Nein, das ist kein Spoiler, das erfährt man schon in der ersten Folge.)

Von da an leben Grace (Jane Fonda) und Frankie (Lily Tomlin) gemeinsam in einem Strandhaus in San Diego. Frankie, die in bunten Hippie-Gewändern regelmäßig ihren Marihuana-Vorrat plündert und das Haus mit Salbei ausräuchert. Und Grace, die mit stets perfekter Frisur und fancy Blazern ihre High-Society-Freundinnen nicht verlieren will und zu jeder Tageszeit Martini trinkt. So unterschiedlich die zwei auch sind und so wenig sie sich anfangs ausstehen können: Sie freunden sich langsam an und päppeln sich gegenseitig wieder auf. Und ziehen schließlich gemeinsam ein Business hoch.

Hier sind fünf Dinge, die du von den beiden lernen kannst:

1. Gegensätze ziehen sich an

Wenn du dein Business als Team leiten willst, sollte dein*e Partner*in in Crime nicht unbedingt genauso ticken wie du. Grace und Frankie haben außer, dass sie beide nach 40 Jahren Ehe von ihren Männern verlassen wurden, nicht wirklich viel gemein. Grace ist die ehrgeizige Businesswoman, die alles tut, um nach außen einen guten Eindruck zu machen. Frankie ist der verrückte, kreative, aber auch unorganisierte Kopf. Dass die zwei sich beim Aufbau ihres Unternehmens ständig in die Haare kriegen, ist programmiert. Aber viel entscheidender ist, dass sie sich ideal ergänzen. Das Aufeinanderprallen der beiden Charaktere ist das Erfolgsrezept ihres Unternehmens. Erst erfinden sie einen Vibrator für ältere Damen mit Arthrose, später (Achtung, Spoiler!) eine Toilette für bewegungseingeschränkte Menschen. Beides kommt extrem gut an. Also: Möglicherweise turnt dein*e optimale Geschäftspartner*in ja schon länger vor deiner Nase rum, auch wenn ihr privat nicht so warm geworden seid.

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2. Erfolg kennt weder Alter noch Geschlecht

Die moderne westliche Welt blickt vor allem auf jene Start-ups, die von jungen, freshen, hungrigen Menschen gegründet werden. Und beherrscht wird die junge Gründerszene immer noch von Männern. Auf der Strecke bleiben bekanntermaßen die Frauen. Erst recht die älteren. Schluss damit! Schenkt unseren Graces und Frankies da draußen mehr Beachtung, auch in der Gründerszene. Gerade ältere Frauen mit ordentlich Lebenserfahrung und familienerprobten, krisensicheren Management-Skills können innovative Ideen haben – eben wie Grace und Frankie. Und die stehen zu ihrem Alter: Grace thematisiert offen ihre Knieprobleme und falschen Haarteile, Frankie trägt mit Stolz eine graue Mähne. Und dennoch lieben sie Sex und Gras, und man sieht sie selten ohne Drink in der Hand. Kommt dir bekannt vor? Eben.

3. Lass dir nichts vorschreiben

Auch nicht von deiner eigenen Familie! Hätten Grace und Frankie auf die Ratschläge ihrer Kinder gehört, wären sie längst nicht so erfolgreich geworden. Frankies Söhne und Graces Töchter hätten die zwei am liebsten gleich nach der Scheidung in ein Altersheim gesteckt, weil das WG-Leben im Strandhaus ach so viele Gefahren birgt. Was, wenn eine von ihnen stürzt oder einen Herzinfarkt bekommt? Aber Grace und Frankie lassen sich nicht kleinkriegen – zumindest nicht lange. Sie ziehen ihr Ding durch, und das mit Erfolg. Dieser altbekannte Tipp scheint also immer noch zu funktionieren, egal in welcher Branche.

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4. Jedes Produkt braucht eine persönliche Geschichte

Hätten sich Grace und Frankie im Alter nicht sexuell ausgelebt, wären sie niemals auf ihre Businessidee gekommen. Erst, als sie mit neuen Männern intim werden und diese Erlebnisse nicht mehr so wie früher sind, verstehen sie, was ältere Frauen wirklich brauchen. Dieses Beispiel zeigt nur zu gut, dass man bei sich persönlich beginnen sollte. Welche Bedürfnisse und Interessen hast du? Hör auf, darüber zu grübeln, was andere wollen könnten, und fange an, aus deinen persönlichen Wünschen Geschäftsideen zu basteln. Denn die Menschen sind sich ziemlich ähnlich. Es besteht also eine große Wahrscheinlichkeit, dass du deine Bedürfnisse mit vielen anderen Menschen teilst.

5. Probieren geht über Studieren

Der letzte Tipp steht unter dem Motto dieser alten (und nicht immer zutreffenden) Redensart. Aber im Falle von Grace und Frankie ist dieser Ratschlag Gold wert: Sei dein eigenes Versuchskaninchen und probiere dein Produkt selbst aus, bis du zufrieden bist. Das beste Beispiel dafür ist die sture Grace. Erst als Frankie ihr den Vibrator aufzwingt und Grace ihn tatsächlich ausprobiert, ist sie von der Businessidee überzeugt. Heißt also: Teste dein Produkt in Ruhe, bevor du es anderen Menschen in die Hände drückst. Und wenn es noch nicht deinen Erwartungen entspricht, leg eben so oft Hand an wie notwendig.

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Für mehr Tipps schaust du dir die Serie am besten einfach selbst an, und ja, auch wenn du schon ein boomendes Business leitest. Diese Netflix-Produktion steht nämlich ganz oben auf der Must-Watch-Liste – für alle und jede*n.


Dieser Artikel ist zuerst auf Business Punk erschienen.

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