Genervt von deinen Mitmenschen? Diese Comics fassen das Gefühl perfekt zusammen

Menschen sind vieles – auch dumm, dreist und nervig. Alvin Juano greift diese misanthropische Sicht in seinen Comics auf. Und bringt damit vermutlich selbst die größten Miesepeter und -petras zum Lachen.

Square-Comics-Misanthropen
Screenshot: © Instagram / @thesquarecomics / Collage: ze.tt

Ok, Leben ist wirklich nicht einfach. Wir wollen wer sein, wir wissen aber nicht immer wie, und wenn wir glauben, es zu wissen, dann geht irgendwas schief. Außerdem nerven andere Menschen. Wenn die nicht wären, so denken wir oft, dann wäre das Leben doch deutlich einfacher. Oder zumindest angenehmer. Wir müssten dann auch nicht immer so tun, als wären wir ganz positiv drauf, wo wir doch eigentlich nur mal sagen möchten: „Du interessierst mich nicht. Raus aus meinem Sichtfeld.“

Auf der Suche nach ein wenig Entlastung fangen wir dann Dinge wie Thaiboxen an, oder Yoga, und träumen von Schweigeretreats, bei denen man die Mitmenschen zumindest nicht mehr hören muss. Das kann schon alles helfen, was aber auch helfen kann, ist wie üblich: Humor.

So zeigt der Indonesier Alvin Juano auf @TheSquareComics eine ganze Fülle von Comics, die – vermuten wir – selbst orthodoxen Misanthropen ein wenig Erleichterung verschaffen. Die mit wenigen Strichen gezeichneten Comics von Juano zeigen meistens vier Bilder. Während das erste Bild dabei ein alltägliches Problem beschreibt („Mist, ich habe meine Klausur verhauen.“) bricht das vierte Bild mit den Erwartungen an die Reaktion. Denn bei Juano folgen auf Sinnkrisen und kleine Sorgen kein Mitleid oder ein aufbauender Spruch, sondern schulterzuckende Ablehnung („Mir doch egal.“).

Das ist oft hart und auch gemein, wird aber dadurch abgefedert, dass die Gesprächspartner*innen der Menschen in Juanos Comics fast immer Tiere sind. Indem diese mit rücksichtsloser Ehrlichkeit auf die menschlichen Nöte reagieren, verweist Juano auch darauf, wie wir Tiere als emotionale Abladestelle instrumentalisieren. Und wir als Betrachter*innen können die eigene Misanthrophie ausleben, müssen uns aber im gleichen Zuge auch fragen, ob wir nicht selbst gemeint sind.

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