Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe spricht sich gegen transfeindliche Äußerungen Rowlings aus

Autorin J. K. Rowling hat sich erneut transfeindlich geäußert. Nun veröffentlichte Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe ein Statement, in dem er Rechte von trans Menschen verteidigt.

"Trans Frauen sind Frauen", schreibt Daniel Radcliffe. Foto: © Thomas Kronsteiner / Getty Images

Der ehemalige Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe sprach sich am Montag in einem Gastbeitrag auf der Seite von The Trevor Project gegen transfeindliche Äußerungen aus. Zuvor hatte die Autorin der Harry-Potter-Buchreihe J. K. Rowling erneut behauptet, trans Frauen seien keine Frauen. Radcliffe weist in dem Text darauf hin, dass er das Thema nicht als Streit zwischen sich und der Autorin aufbauschen wolle, er sich jedoch verpflichtet fühle, Stellung zu beziehen.

„Trans Frauen sind Frauen“, schreibt Radcliffe. „Jede Aussage, die das Gegenteil behauptet, löscht die Identität und Würde von trans Menschen aus.“ Damit wendet er sich explizit gegen Rowling, die zuvor getwittert hatte, dass es die Realität von Frauen auslösche, wenn man das biologische Geschlecht nicht anerkenne. Radcliffe fordert weiter: „Wir müssen trans und nichtbinäre Menschen stärker unterstützen, statt ihre Identität ungültig zu machen oder ihnen mehr Schmerz zuzufügen.“

Wie Harry Potter lesen, wenn die Autorin sich transfeindlich äußert?

Es ist nicht das erste Mal, dass sich J. K. Rowling transfeindlich äußert. 2019 verteidigte die Autorin eine sogenannte „genderkritische“ US-Forscherin, die forderte, das Gesetz zu reformieren, das es trans Menschen ermöglicht, ihr Geschlecht anzugleichen – ze.tt berichtete. Damit positionierte sich Rowling auf Seiten des transfeindlichen Feminismus, für den lediglich das biologische Geschlecht real ist.

Viele Fans waren 2019 bestürzt von den Aussagen Rowlings. Eine transgeschlechtliche Nutzerin twitterte, sie habe als Kind Zuflucht in Rowlings Büchern gesucht. „Die Entscheidung, Menschen zu unterstützen, die mich hassen und die mir Schaden zufügen wollen, bringt mich zum Weinen.“

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Daniel Radcliffe wendet sich in seinem Statement auch an die Leser*innen der Harry-Potter-Bände. Er entschuldigt sich für den Schmerz, den die Kommentare Rowlings ausgelöst haben. „Wenn du in den Geschichten etwas gefunden hast, das dich angesprochen hat und dir zu irgendeiner Zeit in deinem Leben geholfen hat – dann ist das zwischen dir und dem Buch, das du gelesen hast, und das ist heilig. Und meiner Meinung nach kann das niemand angreifen.“

Trans Menschen bezogen im Netz positiv Stellung zu Radcliffes Beitrag. Der Blogger und Journalist Linus Giese twitterte beispielsweise: „Ich finde es so schön und wichtig, wie deutlich sich Daniel Radcliffe positioniert!“ th

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