Hier sind 3.000 Beweise, warum Kinder schrecklich sind

Meist sind Kinder ja ganz herzig. Manchmal können sie aber auch die Hölle auf Erden auf eine*n loslassen. Ein Instagram-Account dokumentiert die schlimmsten Momente von Kindern.

Sie torkeln beim Gehen, brabbeln unverständliches Zeug, lassen Dinge fallen. Sie haben Wutausbrüche, sie stinken, sie haben quasi kein Schamgefühl. Sie sind frech, dreist und manchmal schreien sie, unfähig sich zu artikulieren, willkürlich durch die Gegend. Im Grunde benehmen sich Babys und Kleinkinder nicht anders als sehr betrunkene Erwachsene. Und wirklich niemand mag sehr betrunkene Erwachsene.

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Kinder nerven. Hier eine Szene, bereits tausend Mal beobachtet: Mama und ihr Sohn, sagen wir im Alter von vier Jahren, gehen durch die Gänge eines Supermarkts. Mama geht ihre Einkaufsliste im Kopf durch. Was kann ich meinem Liebling heute, morgen und übermorgen zum Essen zubereiten? Was kann ich kaufen, damit er glücklich ist? Sie schlendern gemeinsam durch die Gänge des Supermarkts, sie packt langsam den Einkaufswagen voll. Dann entdeckt er einen Lolli. Einmal gesehen, sofort gewollt. Mama, ich will Lolli, verlangt er. Sie verneint. Dieses kleine Nein reicht, um ein riesiges Theater zu starten, ein Drama in zu vielen Akten. Er schreit, rotzt, strampelt. Er wirft sich auf den Boden, schlägt weinend mit den Fäusten, verlangt immer wieder nach dem Lolli. Ich will, ich will, ich will. Andere Leute bleiben stehen, versammeln sich um Mama und Sohn, verdrehen die Augen, geben der armen Mutter die Schuld für das Unglück des Kindes. Ätzend!

Genau diesen grausamen Kindermomenten widmet sich der Instagram-Account Kidsaretheworst. Anna Macfarlane aus Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah rief ihn im Mai 2014 ins Leben und erinnert uns seitdem regelmäßig daran, dass Kinder die Schlimmsten sind. Sie haben Lust, etwas zu zeichnen? Also genau genommen wirre Striche in wirren Farben anspruchslos auf ein Blatt Papier zu knallen. Kein Problem, wenn kein Zeichenblock zur Hand ist, denn die Wohnzimmerwand reicht völlig aus. Oder der Teppich. Oder die eigene Schwester. Wenn Kinder wollen, dann wollen sie. Und dann tun sie auch.

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Anna Macfarlane hat nichts gegen Kinder. Sie will vielmehr zeigen, dass es in Ordnung ist, über ihre nervigen Augenblicke zu schmunzeln. Inzwischen steuern viele Eltern ihre schrecklichen Momente mit dem Nachwuchs bei, mehr als 3.000 Posts sind auf dem Account schon zu finden. Und mehr als 430.000 Abonnent*innen freuen sich über den Spaß.