H&M entschuldigt sich für diese rassistische Kinderwerbung

Ein schwarzer Junge trug einen Pullover mit der Aufschrift Coolest Monkey in the Jungle. Das Modelabel hat das Bild mittlerweile von seiner Website entfernt.

H&M hat den Pulli aus dem Sortiment genommen.

H&M hat den Pulli aus dem Sortiment genommen. Charles M. Blow/Twitter

Das Textilhandelsunternehmen H&M musste sich unlängst für einen Werbepatzer auf seiner Website in Großbritannien entschuldigen. Zu sehen war ein schwarzer Junge, der einen grünen Kapuzenpullover mit einer Aufschrift präsentierte: Coolest Monkey in the Jungle stand in großen Buchstaben auf der Vorderseite.

Die Werbung löste vergangenen Montag Empörung in den sozialen Netzwerken aus, User*innen nannten sie unangebracht, widerlich, fahrlässig, rassistisch. Alle anderen Pullover aus derselben Linie, darunter einer mit der Aufschrift Survival Expert, wurden von weißen Kindern getragen. Bereits am Sonntag schrieb die Modebloggerin Stephanie Yeboah: „Wessen Idee war das bei @hm, diesen kleinen schwarzen Jungen zu zeigen, der einen Pullover mit der Zeile ,coolest monkey in the jungle‘ trägt?“ Es sei doch hinlänglich bekannt, dass „Affe“ eine verbreitete „rassistische Verunglimpfung“ für Schwarze sei.

Promis, Journalist*innen wie auch private Twitter-Nutzer*innen waren gleichermaßen aufgebracht. „Ich bin geschockt und schäme mich für das Foto“, schreibt Musiker Abel Makkonen Tesfaye auf Twitter, auch bekannt als The Weeknd. „Ich fühle mich zutiefst angegriffen und werde nicht mehr mit H&M arbeiten.“

Charles Blow, Kolumnist bei der New York Times, fragte: „Seid ihr verdammt noch mal verrückt geworden?!?!?!“

Auf Instagram postete der Basketballspieler LeBron James eine alternative Version des Werbung. Er setzte ein Foto einer Krone über den originalen Schriftzug und schrieb dazu: „Ich sehe einen jungen König.“

H&M hat sich daraufhin entschuldigt und das Foto des Jungen mit dem grünen Pullover von der Website entfernt. Die Jungs mit den anderen Modellen bleiben.

„Wir verstehen, dass viele Menschen wegen des Fotos verärgert sind. Wir stimmen ihnen zu“, sagt H&M zur Washington Post. „Es tut uns zutiefst leid, dass das Foto so gemacht wurde, ebenso bedauern wir auch die Aufschrift selbst. Daher haben wir nicht nur das Bild von allen Kanälen genommen, sondern auch das Produkt weltweit aus unserem Sortiment.“ Das Textilhandelsunternehmen würde nun gründlich untersuchen, wie es dazu kommen konnte, um ähnliche Fehler zukünftig zu vermeiden.