Humor statt Sexismus: So reagiert Twitter auf die Kampagne #HelmeRettenLeben

Um das Image von Fahrradhelmen zu verbessern, hat das Verkehrsministerium eine Kampagne gestartet – mit halbnackten Models. Auf Twitter veröffentlichen Nutzer*innen Verbesserungsvorschläge.

So reagiert Twitter auf die Kampagne #Helmerettenleben

Man kann auch angezogen Helme tragen und gut dabei aussehen! Foto: Screenshots Twitter

Die neue Kampagne des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) soll Fahrradfahrer*innen dazu anhalten, Helm zu tragen. Doch die Motive zeigen leicht bekleidete Menschen – unter anderem das 18-jährige Model Alicija Köhler aus der TV-Castingshow Germany’s Next Topmodel. Die Frauen rekeln sich, blicken sexy in die Kamera, tragen Unterwäsche und eben einen Helm. Darüber steht geschrieben: „Looks like shit. But saves my life“ (Sieht scheiße aus, rettet aber mein Leben).

Über das eigentliche Thema der Kampagne, wie wichtig es ist, einen Helm zu tragen, spricht kaum jemand mehr. Stattdessen dreht sich die Diskussion in den sozialen Medien um die Frage, warum es in Unterwäsche gekleidete Körper und Sexismus braucht, um Helme cool zu machen. Ein User scherzt darüber, wie diese Kampagne wohl entstanden sein könnte: „‚Wie bekommen wir mehr Menschen dazu, einen Helm beim Fahrradfahren zu tragen?‘- ‚Wir machen eine Kampagne mit Models in Dessous‘. “ Oder Praxistipps:

Hallo, ich hätte gerne einen Helm, der wie Scheiße aussieht, der savt mein Life nämlich am besten, sagt Andreas Scheuer. Achso, und haben Sie auch Dessous?

Verkehrminister Andreas Scheuer (CSU) schreibt dazu auf Twitter: „Danke für die riesen Aufmerksamkeit – schon jetzt die erfolgreichste Verkehrssicherheitskampagne! (…)“. Eine Userin antwortet ihm: „Das nennen Sie erfolgreich? #HelmeRettenLeben trendet, weil über #Sexismus in der Werbung und Objektivierung von Frauenkörpern diskutiert wird – nicht über Verkehrssicherheit.“

Wir haben Verbesserungsvorschläge und Reaktionen von Nutzer*innen auf Twitter für euch gesammelt: