In diesen sechs Ländern sind Männer und Frauen vor dem Gesetz gleichberechtigt

Mit einem eigenen Ratingsystem bewertet die Weltbank jährlich die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Das Ergebnis zeigt: Es bleibt viel zu tun.

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Frauen aus Schweden, Belgien, Lettland, Luxemburg, Frankreich und Dänemark können sich freuen. Foto: rawpixel.com / Pexels | CC0

Die Gleichstellung von Männern und Frauen wird häufig als Gradmesser für die Emanzipation einer Gesellschaft angesehen. Darum hat die Weltbank auf Basis von 35 Faktoren ein Ranking erstellt, in dem 187 Länder anhand ihres Rechtssystems bewertet werden.

Betrachtet wurden unter anderem die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, zu verreisen und den eigenen Wohnort zu wählen, die Voraussetzungen, die Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt erfüllen müssen, um eine Anstellung zu erhalten und die reproduktiven Rechte der Frau. Darüber hinaus wurden auch die Rentenansprüche, die Umstände, unter denen Ehen geschlossen werden und Ansprüche auf Erbe und Grundbesitz ausgewertet. Andere Faktoren, wie zum Beispiel die Möglichkeit, legal und sicher Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen, wurden nicht berücksichtigt.

Gleichberechtigung global: Es bleibt viel zu tun

Anhand dieses Faktorenkatalogs wurden die Gesetze der Länder mit Punktzahlen bewertet, sodass bei einer optimalen, also gleichberechtigten Gesetzeslage eine maximale Punktzahl von 100 erreicht werden konnte.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass sich die Situation in vielen Ländern in den vergangenen zehn Jahren zum Positiven verändert hat. Denn noch 2009 erzielte kein einziges Land die volle Punktzahl des Ratings. 2019 sind es immerhin sechs Staaten. Laut dem Ranking der Weltbank herrscht in Belgien, Dänemark, Frankreich, Lettland, Luxemburg und Schweden die vollkommene Gleichberechtigung von Männern und Frauen vor dem Gesetz. Deutschland belegt Platz 31 des Ratings, mit 91,8 Punkten.

Trotz der positiven Entwicklungen, insbesondere bezüglich einer Verschärfung der Gesetze zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und körperlichen Übergriffen, zeigt die Studie aber auch, dass es noch immer viel Raum für positive Entwicklung gibt. So veränderte sich die Gesetzeslage in 56 Ländern überhaupt nicht.