In Spanien ist Trumps „Zwillingsschwester“ aufgetaucht

Hat Donald Trump vielleicht Familie in Galicien? Das Foto einer spanischen Doppelgängerin des Präsidenten geht viral – sie selbst versteht den Rummel nicht.

Trumps Doppelgängerin an der Costa de Morte. Screenshot: La Voz de Galicia/Twitter

Eigentlich wollte die spanische Journalistin Paula Vázquez eine Reportage über die Arbeit auf dem Land schreiben. Dazu führte sie ein Interview mit der Landwirtin Dolores Leis Antelo, die aus der Gemeinde Cabana de Bergantiños an der Costa da Morte im Norden Galiciens stammt. Nachdem sie ein Foto der 64-Jährigen auf Instagram postete, rückte das Thema Ernte allerdings schnell in den Hintergrund – und weder die Protagonistin noch die Reporterin konnten wohl voraussehen, welche gewaltigen Wellen dieses Bild schlagen würde.

Es wird wohl an der Haarfarbe liegen.“ – Dolores Leis Antelo

Denn die galicische Dame sieht Donald Trump zum Verwechseln ähnlich. Das Foto, auf dem sie in Arbeitskleidung, mit einem Spaten über der Schulter, auf einem Feld posiert, wurde in kurzer Zeit über 5.000 mal bei Twitter geteilt. Die Netzgemeinde reagiert belustigt, einige kommentieren: „#Trump hat eine Schwester in Galicien…“ oder auch „Can’t be Trump. He doesn’t work.“ Das Phänomen war der Zeitung La Voz de Galicia schließlich einen eigenen Artikel wert.

Dolores selbst besitzt kein Smartphone

Dolores Leis Antelo indes hatte von ihrer Internetberühmtheit zunächst nichts mitbekommen, denn sie besitzt kein Smartphone und kann mit der Digitalisierung nichts anfangen. Wie das Magazin Verne berichtet, hat sie erst über ihre Töchter davon erfahren. „Ich schaue mir an, was meine Töchter mir zeigen, aber ich war nie neugierig genug, um selbst ein Smartphone zu wollen. Sie sagen, ich werde durch dieses Foto berühmt, aber ich verstehe nicht, warum.“

Auf die Ähnlichkeit zu Trump angesprochen, habe sie belustigt reagiert und lachend geantwortet: „Es wird wohl an der Haarfarbe liegen.“ Ihre Tochter Ana scherzte: „Wenn wir nun Familie von Donald Trump wären …“

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Inzwischen ist die Freude über die Nachricht ein wenig abgeflaut. Dolores hat kein großes Interesse an ihrer Bekanntheit im Netz. Ihr wäre es laut eines weiteren Berichts in La Voz de Galicia lieber, zur Normalität zurückzukehren. Die Journalist*innen, die nun in ihr Dorf pilgern, um die „Zwilligsschwester“ von Trump zu besuchen, haben keinen Erfolg mehr, denn weitere Fotos wird es nicht geben: „Diese Menschen sind sehr nett zu meiner Mutter, aber sie müssen auch verstehen, dass sie nicht mehr rauskommen möchte“, sagt Dolores Tochter Ana. „Das ist für die Erinnerung.“