Dieser Instagrammer macht kleine Lego-Figuren ganz groß

Die meisten von uns verbannen ihre Lego-Figuren im Teenie-Alter in den Schrank. Ein australischer Fotograf entdeckte das Spielzeug mit Mitte 30 wieder – und stellte die Figuren ins Zentrum seiner Arbeit.

Kleine Spielfiguren ganz groß.
Kleine Spielfiguren ganz groß. Screenshot: Legojacker/Instagram

Vor einigen Jahren entdeckte Kanesan Nathan Lego für sich. Nicht, um damit zu spielen, sondern um die Figuren vor seiner Kamera in Szene zu setzen. Seither lässt der Australier seine Lego-Sammlung auf dem Instagram-Account die Welt erobern. Mehr als 100.000 Menschen sehen dabei zu, wie sie Städte erkunden, am Meer entspannen und im Flugzeug reisen.

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Der Account-Name Legojacker ist eine Kombination aus der Spielzeugmarke und „hijacker„, auf Deutsch: Entführer. Die Figuren entführen uns in eine Kinderwelt, in der es noch einfache Antworten gibt. „Zu spielen ist ein richtig guter Weg, für Verständnis zu sorgen, und das versuche ich mit meiner Arbeit immer“, sagte er Mashable. „Ich glaube, die Welt lässt sich durch einfache Handlungen ändern, auch die Meinung von anderen. Das ist der nächste Schritt.“

Häufig formuliert Nathan mit seinen Bildern politische Botschaften. Dafür bricht er auch gelegentlich aus seinem Stil aus. Nach dem Attentat auf einen Gay-Club in Orlando brachte er sich selbst ins Motiv mit ein. Nachdem sich europäische Tourist*innen in Griechenland über die Vielzahl von Geflüchteten beschwerten, setzte Nathan eine seiner Lego-Figuren in ein Miniaturkunstwerk des Künstlers LushSux. Den Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo verarbeitete er, indem er einen in die Trikolore getauchten Hulk in eine friedvolle Szenerie setzte. In der Unterzeile schreibt Nathan: „Wenn wir Wut und Gewalt nicht nachgeben, wird der Terror nie gewinnen.“ Meist sind es aber einfach hübsche Bilder, die Kanesan Nathan auf seinem Account zeigt. Bilder, in denen die kleinen Figuren ganz groß werden – und uns an schöne Spielstunden erinnern.