Jetzt wird der Deutsche-Bahn-Verspätungsschal versteigert

Das Foto des Schals, den eine Pendlerin über ein ganzes Jahr bei Bahnverspätungen gestrickt hatte, wurde in sozialen Netzwerken tausendfach geteilt. Nun versteigert die Besitzerin ihn und will das Geld spenden. 

Was die Pendlerin wohl 2019 stricken wird? Eine Verspätungsmütze? Screenshot: Sara Weber/Twitter

1,5 Meter lang ist er. Pro Arbeitstag zwei Reihen, graue Wolle bei einer Verspätung von unter fünf Minuten, rosa Wolle bei Bahnverspätungen von fünf bis 30 Minuten und rote Wolle bei Verspätungen auf beiden Fahrten oder einmal über 30 Minuten – und fertig ist der Deutsche-Bahn-Verspätungsschal 2018. Die Journalistin Sara Weber teilte das Foto in der vergangenen Woche auf Twitter. Sie ist die Tochter der Frau, die ihr unabwendbares Pendlerinnen-Schicksal mit der Freude am Stricken verknüpfte. Die Idee begeisterte viele Menschen: Allein auf Twitter haben bislang fast 30.000 Menschen auf den Tweet von Weber reagiert.

Nun soll der Bahn-Verspätungsschal versteigert werden, gab Weber über ihren Twitter-Account bekannt. Die Einnahmen sollen an die Bahnhofsmission gehen, die Hilfsbedürftige und Obdachlose in den Hauptbahnhöfen in ganz Deutschland mit Essen, Trinken und Schlafplätzen versorgt.

Bislang haben rund 90 Personen mitgeboten, die Höchstsumme beläuft sich bisher immerhin auf 1.200 Euro. Somit haben Tür- und Weichenstörungen sowie Schienenersatzverkehr doch noch ihr Gutes. Bis zum 14. Januar kann auf ebay mitgeboten werden.