Kiss, Marry, Kill: Über dieses Video von Rezo können nicht alle lachen

Ist das noch ein Spiel oder schon Grenzüberschreitung? Ein Video von Rezo sorgt für eine Kontroverse.

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Julien Bam, Rezo, Taddl spielen Kiss, Marry, Kill. Screenshot: YouTube

Ein neues Video von YouTuber Rezo hat diesmal nichts mit der CDU zu tun – und sorgt dennoch für Furore. Rezo hat seine Kollegen Julien Bam und Taddl auf seine Couch eingeladen, zum Spielen von Kiss, Marry, Kill (beziehungsweise K1LL) . Der Name des Spiels ist Programm: Nacheinander ziehen die YouTuber einen Zettel, auf dem jeweils die Namen drei bekannter Leute, Männer genauso wie Frauen, stehen. Dann müssen sie festlegen, wen von den dreien sie küssen ficken, heiraten oder umbringen wollen. Taddl kündigt das Ganze als „menschenverachtend, aber lustig“ an.

Während die Fans von Rezo das Video abfeiern, kommt es nicht bei allen gut an. Auf Twitter äußern sich viele User*innen wütend. Sie finden das Spiel misogyn, rassistisch und diskriminierend.

Besonders eine Stelle im Video wird heftig diskutiert. Als Bibi von BibisBeautyPalace in dem Spiel auftaucht (etwa bei Minute sieben), entscheidet sich Julien Bam dafür, sie am ehesten von den drei zur Auswahl stehenden Kandidatinnen zu „töten“. Daraufhin wirft Rezo ein, dass Bibi gerade schwanger sei. Julien darauf: „Ich kann doch keine Schwangere killen“, Taddl: „Doublekill!“. Die drei lachen ziemlich albern. Diese Art Humor kann nicht jede*r nachvollziehen:

Andere halten dagegen. Dieses Spiel sei nicht neu (Rezo selbst hat es schon mit anderen YouTuber*innen gespielt), es gebe auf YouTube schon viele Versionen davon und man solle das Ganze mal nicht so engstirnig betrachten:

Es ist nicht das erste Mal, dass das Spiel kritisiert wird. Bereits im vergangenen Jahr gab es einen Shitstorm gegen den kolumbianischen Sänger J Balvin, der in einer YouTube-Sendung mitmachte und dabei Sängerin Rihanna als Ehefrau-Kandidatin ausschloss: „Rihanna isn’t a good woman to marry, just fool around.“ Einige Fans warfen ihm daraufhin Sexismus und Rassismus vor.