Klimawandel: Warum am Nordpol bis zu 50-mal am Tag der Blitz einschlägt

Gewitter gibt es am Nordpol eher selten. Durch den Klimawandel ändert sich das.

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Normalerweise blitzt es am Nordpol eher selten. Foto: Josep Castells / Unsplash

Der Himmel verdunkelt sich, ein helles Licht zuckt, dann dröhnt der Donner. Ein Gewitter ist ein beeindruckendes Naturereignis. Doch während Gewitter in manchen Teilen der Welt völlig normal sind, bringen sie Forscher*innen an anderen Orten ins grübeln.

So auch am Nordpol. Dort verzeichnete der National Weather Service in Alaska Anfang August die nördlichsten Blitzeinschläge seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. In einem Umkreis von 300 Seemeilen rund um den Nordpol schlug innerhalb eines Tages 48-mal der Blitz ein .

Es blitzt im Norden

Damit es zu einem Gewitter kommt, müssen sich kalte, trockene Luftschichten über warme, feuchte schieben. Dadurch kommt es zu einer atmosphärischen Instabilität, die sich in donnernden Blitzen entlädt. In der Vergangenheit gab es in den arktischen Regionen nur selten warme Luft, durch die Gewitter entstehen konnten.

Forscher*innen vermuten, dass die Blitze ein Indiz für die Klimakrise darstellen. Durch Saharawinde erwärmte sich die Arktis in diesem Jahr ungewöhnlich stark und sorgte dafür, dass sehr viel mehr Eis schmolz als in den Vorjahren. Auch die Waldbrände in Sibirien, bei denen innerhalb weniger Tage eine Fläche von 3 Millionen Hektar Wald in Flammen aufging, könnten zu dem Blitzzuwachs beigetragen haben.

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