Kunst Fails: Diese Werke wurden nicht richtig verstanden

Ein Mann fällt in ein schwarzes Loch, eine Frau übermalt Jesus und Selfie-Wahn endet im Fiasko: Das kommt dabei heraus, wenn Menschen Kunst nicht so richtig verstehen.

Ein Mann fällt in ein schwarzes Loch, eine Frau übermalt Jesus und Selfie-Wahn endet im Fiasko: Das kommt dabei heraus, wenn Menschen Kunst nicht so richtig verstehen.

Ob das wohl ein echtes Loch ist? Spoiler: Ja. Foto: Miguel Riopa / AFP / Getty Images

Ob Malerei, Fotografie, Skulpturen oder experimentelle Werke: Kunst begeistert Menschen schon immer und deshalb laufen sie bereitwillig in Museen, Ausstellungen oder zu Installationen, um sich selbst ein Bild davon zu machen und die Kunstwerke mit eigenen Augen zu betrachten. Doch nicht immer geschieht das im Sinne der Künstler*innen! Hier kommen einige Beispiele, in denen Menschen Kunst entweder nicht ganz verstanden oder es einfach zu gut gemeint haben.

Mann fällt in Loch

Das Kunstwerk Descent into Limbo des Künstlers Anish Kapoor sieht auf den ersten Blick aus wie ein tiefschwarzer Kreis, der auf den Boden des Serralves Museums in Porto gemalt wurde. Es handelt sich dabei allerdings tatsächlich um ein 2,5 Meter tiefes Loch. Diese Täuschung wurde einem Besucher des Museums zum Verhängnis: Er fiel in das Loch hinein und musste ins Krankenhaus gebracht werden, welches er mittlerweile jedoch wieder verlassen hat.

Ein Mann fällt in ein schwarzes Loch, eine Frau übermalt Jesus und Selfie-Wahn endet im Fiasko: Das kommt dabei heraus, wenn Menschen Kunst nicht so richtig verstehen.
Gefährliche Kunst: Das schwarze Loch. Foto: Miguel Riopa / AFP / Getty Images

Ältere Frau retuschiert Jesus-Fresko

Im spanischen Ort Borja war Cecilia Giménez der Meinung, dass ein schon leicht abgeblättertes Jesus-Fresko mal generalüberholt werde müsste und griff kurzerhand selbst zum Pinsel und übermalte die Jesus-Darstellung. Das Ergebnis wurde zum Internet-Hit und für die Gemeinde zum Erfolg: Schaulustige zahlten sogar Geld dafür, um das ganz besondere Kunstwerk zu bewundern.

Ein Mann fällt in ein schwarzes Loch, eine Frau übermalt Jesus und Selfie-Wahn endet im Fiasko: Das kommt dabei heraus, wenn Menschen Kunst nicht so richtig verstehen.
Diese Frau steckt hinter dem Kunstwerk. Foto: EPA / TONI GALAN

Der zu gründliche Hausmeister

Ein weiteres Beispiel für „gut gemeint, schlecht gemacht“ ist der Fall um die sogenannte Fettecke von Joseph Beuys. Der Künstler verteilte in der Kunstakademie Düsseldorf Butter, die in vielen Werken Beuys eine wichtige Rolle spielt, an der Wand. Einige Zeit später putzte der Hausmeister der Akademie die Fettecke einfach weg – zu dem Zeitpunkt war Beuys allerdings schon tot. Doch auch zu Lebzeiten wurde seine Kunst schon falsch verstanden: Beuys stellte in Bayern eine Badewanne aus, die von einer Frau nicht als Kunstwerk, sondern als Geschirrspülen-Becken genutzt wurde.

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Die Überreste der Fettecke Foto: Rolf Vennenbernd / DPA

Kreuzworträtsel ausgefüllt

Der Künstler Arthur Köpcke stellte 2016 im Nürnberger Museum eine Art Kreuzworträtsel aus. Über dem Werk war „Insert Words“ zu lesen. Das sah eine 91-jährige Frau offenbar als Aufforderung und zückte kurzerhand ihren Kugelschreiber und füllte das Kunstwerk aus.

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Dieses Kunstwerk lädt anscheinend zum Ausfüllen ein. Foto: Daniel Karmann / dpa

Selfie um jeden Preis

Picture or it didn’t happen? Das dachte sich wohl ein Besucher des Museums für alte Kunst in Lissabon und riss bei dem Versuch, das perfekte Selfie mit einer Statue zu knipsen, diese von ihrem Podest, sodass sie auf den Boden knallte.