Lady Gaga veröffentlicht eine Playlist nur mit Songs von Frauen

Was Lady Gaga so hört? Zum Internationalen Frauentag hat sie eine Playlist nur mit Songs von Künstlerinnen hochgeladen.

US singer Lady Gaga performs during a concert
Musik von und mit Lady Gaga. Foto: © dpa

Poker Face, Telephone, Bad Romance – mit ihren Hits dürfte Lady Gaga in so mancher Party-, Lauf- und Dusch-Playlist vertreten sein. Doch was hört die Künstlerin eigentlich selbst gerne? Diese Frage müssen wir uns nicht mehr stellen: Auf Apple Music hat sie pünktlich zum Internationalen Frauentag am 8. März eine eigene Playlist veröffentlicht. Women of Choice ist eine Sammlung von Songs, die ausschließlich von Frauen kommen.

So sind unter den 31 Liedern etwa Charli XCX, die Pop-Schwestern HAIM sowie afro-Nuyorican Hip-Hop- und R&B-Musikerin Princess Nokia vertreten. Auch Lady Gagas aktueller Song Stupid Love ist unter den ausgewählten Titeln. Laut Musikmagazin NME wird die Liste wöchentlich mit neuen Songs aktualisiert. Wie das Branchenblatt Billboard berichtet, sollen außerdem kuratierte Playlists von Taylor Swift (Playlists by ME!), Meghan Trainor (Who Runs the World), Kehlani (#OnRepeat) und Hailee Steinfeld (Heartbreak Pop) auf der Musikplattform folgen.

Auf Spotify ist die Liste ebenfalls zu finden. Allerdings kommt sie nicht offiziell von Lady Gaga, sondern wurde von einem User zusammengestellt.

Frauen in der Musikindustrie unterrepräsentiert

Auch wenn die ganze Aktion letztlich als PR für Lady Gaga selbst dient (ihr neues Album erscheint im April), erinnert die Playlist an ein gravierendes Problem der Musikindustrie. Frauen sind in der Branche – sei es als Künstlerinnen, Songwriterinnen oder Produzentinnen – immer noch stark unterrepräsentiert. So werteten Wissenschaftler*innen der University of Southern California für ihre Studie Inclusion in the Recording Studio? 600 Songs der Billboard-Hot-100-Jahrescharts von 2012 bis 2017 aus. Das Ergebnis: Weniger als ein Viertel, gerade einmal 22,4 Prozent der Künstler*innen, waren Frauen. Unter den Songwriter*innen machten sie durchschnittlich sogar nur 12,3 Prozent aus.

Wie es in Deutschland aussieht, zeigte zuletzt eine Auswertung des Bayerischen Rundfunks. Auch hierzulande herrscht dringender Verbesserungsbedarf. Seit 2006 sinkt der Anteil von Interpretinnen in den deutschen Charts. Im Schnitt sind 74 Prozent der Künstler*innen männlich.

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