„Schäm dich“: Dinge, die Eltern ihren Kindern besser nicht sagen sollten

Unter #SagNieEinemKind sammeln Menschen elterliche Aussagen, die Kinder mehr verunsichern, als sie für das Leben zu wappnen. Manche dürften aus der eigenen Kindheit bekannt sein.

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Einige der Aussagen wirken für die Betroffenen teils "schlimmer als Schläge". Foto: Pexels Collage: ze.tt

Wie Eltern mit ihren Kindern umgehen, hat direkte Auswirkungen auf das physische Wohl ihrer Kinder – und dafür, wie sich ihre Selbstwahrnehmung entwickelt. Dabei können auch vermeintlich einfache Sätze großen Einfluss auf Kinderseelen haben. Unter dem Hashtag #SagNieEinemKind sammeln derzeit Twitter-Nutzer*innen Worte, Sätze und Momente, die sie beeinflussten:

Die Negativbeispiele wirken dabei gleichermaßen als Selbsttherapie und Lehren für künftige Eltern. Gestartet hat den Hashtag am Dienstag der Twitter-Nutzer @xOuryx, indem er seine Follower*innen fragte, ob sie ihre Erfahrungen mit toxischer Erziehung teilen möchten. Mittlerweile finden sich Hunderte Tweets zum Thema.

Manches bleibt ein Leben lang hängen

Darunter finden sich extreme Aussagen, aber auch solche, die Eltern im Alltagsstress rausrutschen können – oder über deren Auswirkungen sie sich keine Gedanken gemacht haben.

Selten werden auch die strukturellen Hintergründe so greifbar, die womöglich mit zu den Sprüchen führten: Wir leben nach wie vor in einer Gesellschaft, in der zu großen Teilen unsere Leistung darüber entscheidet, wo wir in ihr stehen. Die Sprüche zeigen also auch, wie sich viele Konzepte daraus in die elterliche Erziehung schleichen. Gemein haben all die Aussagen jedenfalls eines: Sie bleiben hängen. Manchmal ein Leben lang.