Medienschaffende berichten auf Twitter von ihren größten Fails

Auch Journalist*innen verzetteln sich regelmäßig. Unter #MeinGrößterFail berichten sie jetzt von ihren peinlichsten Fehltritten.

Foto: OLIVIER MORIN/ getty Images, Collage: ze.tt

Nur wenige andere Berufstätige haben die Freude, eigene Fehler schwarz auf weiß gedruckt und tausendfach an deutschen Kiosken hängen zu sehen. Und Fehler passieren häufig im Journalismus – oftmals gar nicht aus Unwissen, sondern schlicht aufgrund von Zeitdruck und Stress. Und wer nicht gerade im Onlinejournalismus arbeitet, kann diese Leichtsinnsfehler nicht ausbessern, sondern sieht, hört oder liest sie in Fernsehen, Radio oder Printzeitung.

Der Redakteur Roland Grün startete vergangenes Wochenende eine Aktion, bei der er seine Kolleg*innen auf Twitter dazu aufrief, ihre größten Fails zu beichten. Er solidarisierte sich in seinem Tweet mit einer Kollegin der Dorstener Zeitung, die einen Kommentar zu Designfehlern in Computerchips verfasst hatte. Ein Screenshot dieses Textes wanderte durch das Netz und wurde dort belächelt:

Und dies ist noch einer der netteren Tweets. Für alle, die den Fehler auch nicht sofort erkennen: Die Autorin des Textes verwechselt hier, dass das Aussehen eines Chips nichts mit der Leistung der Prozessoren zu tun hat. Chip-Design bezeichnet den Prozess des Entwurfs eines solchen Chips.

Der Shitstorm, der daraufhin über die Autorin und die Dorstener Zeitung hereinbrach, motivierte Grün zu seinem Tweet. Er schreibt: „Ich wette, jeder Journalist mit etwas Berufserfahrung kennt den Moment, wenn man einen erkannten (und gedruckten oder gesendeten) Fehler geradezu körperlich spürt. Im Nachhinein ist alles dann meist lustiger als in diesem Moment“.

Recht hat er. Denn was daraufhin unter dem Hashtag #MeinGroessterFail gepostet wurde, sind wahre Perlen des deutschen Journalismus: