Naked Bike Ride: Warum diese Menschen nackt durch Philadelphia fuhren

Am Samstag fuhren hunderte nackte Radfahrer*innen durch die Straßen von Philadelphia. Damit wollten sie ein Zeichen für Body Positivity, für Rechte von Radfahrer*innen und gegen den Einsatz fossiler Brennstoffe setzen.

Sie malten sich empowernde Sprüche auf die Haut, besprenkelten sich mit Glitzer und stiegen in die Pedale. Die Veranstalter des zehnten Philly Naked Bike Ride lud vergangenen Samstag dazu ein, nackt ein Zeichen zu setzen; für einen vermehrten Einsatz nachhaltiger Energieressourcen, für mehr Rechte für Fahrradfahrer*innen und für Body Positivity. Mitmachen konnte jede*r, sei es mit Fahrrad, Skateboard, Rollerskates oder zu Fuß. Hauptsache die Klamotten fehlten und das Gefährt war nicht durch einen Motor betrieben.

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Hunderte Menschen folgten dieser Einladung. Manche nackter als andere, manche mit Masken oder Unterwäsche, fuhren sie 16 Kilometern durch die größte Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania, vorbei an den berühmtesten Wahrzeichen der Stadt und unter den großen Augen der restlichen Bewohner*innen und Tourist*innen.

„Menschsein ist meine Rasse, Liebe ist meine Religion“, „Liebe deinen Körper“ oder „Weniger Benzin, mehr Arsch“ (im Original: Less gas, more ass), solche Sprüche malten sich die Teilnehmenden auf den Körper. Vereinzelt gab es auch ruppige Nachrichten zu sehen, unter anderem ein Mittelfinger für Donald Trump und andere semi-nette Botschaften gegen die Politker*innen des Weißen Hauses.

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Der Philly Naked Bike Ride ist nicht der einzige Protestaktion dieser Art. Der Internationale World Naked Bike Ride findet seit 2001 jedes Jahr im Juni statt. Die meisten Teilnehmenden verzeichnet regelmäßig Englands Hauptstadt London, gegründet wurde die nackte Fahrraddemo in Saragossa in Spanien.